Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

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neO
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Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von neO » 14 Aug 2016, 11:46

Wieder mal neue E-Autos, die vielleicht (hätte, wäre, könnte) in Serienproduktion gehen. Irgendwann. Und gar nicht so teuer. Und besser.

Imo hinhaltetaktik. Kauft euch ein Ausländisches E-Auto oder läßt euch was bestehendes umrüsten. Günstiger und realer. VW, etc sind Diesel- und Benziner Dinosaurier. Nur damit verdienen sie Geld...
(..)Das Platzangebot soll dem des größeren VW Passat entsprechen. Die Reichweite des Autos soll zwischen 400 und 600 Kilometern liegen - zum Vergleich: Teslas Model S 90D kommt mit Akkuladung knapp 560 Kilometer weit. Die neue Version von BMWs i3 schafft 300 Kilometer.


Das Auto soll im Winter 2018/19 auf den Markt kommen und ungefähr so viel kosten wie ein vergleichbar ausgestattetes Dieselfahrzeug des Herstellers. Einen Prototypen, der schon nahe an dem Serienfahrzeug ist, will VW auf der Pariser Automesse Mondial de l'Automobile vorstellen.(..)
http://www.golem.de/news/elektromobilit ... 22674.html


ed.:
Der Renault Zoe ist das meistverkaufte Elektroauto in Europa mit einem Marktanteil von 23,6 Prozent (Stand Januar 2016).[27] Im ersten Quartal 2016 war der Renault Zoe mit einem Marktanteil von 25,8 Prozent das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland.[28
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Renault_ZOE
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von neO » 24 Aug 2016, 23:08

Ja, ja...
Auf der Pariser Automesse Mondial de l'Automobile im Herbst 2016 will Mercedes ein Elektroauto vorstellen, das eine Alternative zum Model S von Tesla Motors sein soll. Es werde eine Limousine für vier Insassen. Diese soll Vierradantrieb haben und eine Reichweite von 500 km erreichen - ähnlich wie Teslas Model S P85D. Auch ein elektrisch angetriebenes Mercedes-SUV sowie drei weitere reine Elektroautos sollen angekündigt werden.
http://www.golem.de/news/denza-400-chin ... 22863.html
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von neO » 05 Sep 2016, 20:59

Warum das Elektroauto in D viel besser in Fahrt kommen könnte und die Kaufprämie nichts bringt.
(..)
Doch auch für Privatpersonen rechnet sich der Kauf eines Elektroautos eher nicht. Die meisten Modelle sind erheblich teurer als vergleichbare Autos mit Benzin- oder Dieselmotor(..)
(..)

Dünnes Schnellladenetz

Doch gerade Städter in zentralen Lagen haben oft keine eigene Lademöglichkeit und müssen auf öffentliche Stationen zurückgreifen, von denen es noch zu wenige gibt. Und dann muss man noch Glück haben, dass die Ladestelle nicht zugeparkt ist. Ebenfalls noch schlecht ausgebaut ist das Netz an Schnellladestationen, an denen man den Akku in etwa 30 Minuten fast komplett wieder aufladen kann. Darum wäre es sinnvoller, die Regierung würde das Geld aus der Kaufprämie nutzen, um damit den Ausbau der bisher unzureichenden Ladeinfrastruktur noch stärker als geplant zu unterstützen.
(..)
http://www.golem.de/news/elektroauto-ac ... 23091.html
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von neO » 12 Sep 2016, 23:11

Neue Absichtserklärungen (für die Presse).
(..) 2020 werde man 30 elektrisch betriebene Modelle anbieten, es gehe um Reichweiten von 500 bis 600 Kilometern.

Die Wolfsburger wollen sich mit Milliardensummen für Elektroautos, neue Dienstleistungen und autonomes Fahren aus der Abgas-Krise befreien und auf Umwälzungen in der Branche reagieren. Mitte Juni hatte Müller angekündigt, dass (..)
http://m.heise.de/newsticker/meldung/VW ... 17966.html
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von doelf » 13 Sep 2016, 08:21

Wenn ein Land neue Technologien, die sich so noch nicht rechnen, die politisch aber gewollt sind, auf dem Markt etablieren möchte, müssen alle legalen Hebel gezogen werden. Das bedeutet:
  • - keine Mehrwertsteuer beim Kauf von E- oder Wasserstoff-Fahrzeugen (das soll Privatkunden zum Kauf motivieren)
    - verbilligten Ladestrom (keine oder weniger Steuer) für Fahrzeuge, beispielsweise in Form von Nachtstrom
    - keine KFZ-Steuer auf E- oder Wasserstoff-Fahrzeuge (und das nicht für ein paar Jahre, sondern dauerhaft)
    - kostenlose Parkplätze mit Ladestationen in den Städten und auf P&R-Parkplätzen
    - die Hersteller müssen dazu verpflichtet werden, für mindestens zehn Jahre passende Austauschbatterien anzubieten
Beispielrechnung:
  • - Einen Kompaktwagen in der E-Variante bekommt man ab 30.000 Euro. Ohne Mehrwertsteuer wäre das 25.210 Euro. Die Benzinversion kostet 20.000. Bleiben 5.210 Euro Mehrpreis bzw. rund 26 Prozent.
    - Die Kraftstoffkosten für Strom sind nur dann billiger, wenn hier Steuern entfallen. Ansonsten kann man aufgrund des alternativen Energieträgers kein Geld sparen - jedenfalls solange der Ölpreis im Keller ist.
    - Die KFZ-Steuer für moderne Benziner ist moderat, für sparsame Fahrzeuge zahlt man keine 50 Euro im Jahr. Nur im Vergleich zum Diesel gibt es hier ein nennenswertes Sparpotential, doch Diesel sind Langstreckenmotoren und E-Antriebe nicht.
    - Parken geht definitiv ins Geld, hier können Städte einen echten Anreiz für E-Autos schaffen. Insbesondere für Pendler und Einkäufer.
    - Motor, Getriebe und Kupplung sind typische Verschleißteile bei Verbrennungsmotoren, E-Antriebe verschleißen hingegen kaum. Dafür hält die Batterie nur ein paar Jahre und die ist richtig teuer. Dafür ist ihr Austausch einfacher.
Wie man sieht, könnten Bund, Städte und Gemeinden E-Autos wesentlich attraktiver machen - gerechnet auf einen Nutzungszeitraum von 5 bis 10 Jahren. Dann wären die Stromer vermutlich auch preislich im Vorteil, da sie eben weniger Verschleißteile haben. Mit dem aktuellen Taschengeld für den Einkauf ist es jedenfalls nicht getan.

Gruß

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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von neO » 14 Sep 2016, 13:15

Der Renault Zoe (Kleinwagen) ist afair für ca. 20.000 Eu zu haben.
Der Akku ist dabei gemietet und wird bei 75% Kapazität erneuert, kein Risiko wegen Lebensdauer des Akkus.
Miete rund 50 Eu /Monat.
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von doelf » 14 Sep 2016, 14:49

Für unter 100 Euro pro Monat kann man Kleinwagen finanzieren. Die Akkumiete ist also vergleichsweise hoch, auf fünf Jahre kommen hier 3.000 Euro zusammen. Da kann man schon fast selbst für eine neue Batterie sparen, schließlich sollen die ja schon bald viel billiger werden (hatte man in den vergangenen Jahrzehnten auch immer wieder mal versprochen).
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von neO » 14 Sep 2016, 15:08

Wenn der Wagen dann vergleichbar mit einem ZOE wäre, ist das dann natürlich ein riesen Unterschied.

Ich traue den Akkus noch nicht.
Damit sie lange halten, dürfen sie nicht sehr stark belastet und nicht oft schnellgeladen werden.

Dieses Risiko läßt sich durch das Mieten abwälzen.

Wenn man den Strom günstig vom eigenen Dach bekommt und einberechnen würde was Benzin-Herstellung und Abgasausstoß alles nach sich ziehen, würde die Rechnung anders aussehen.

Nur vom Geld her, lohnt es sich imo in der Großstadt zu wohnen und dort zu Arbeiten und das Auto abzuschaffen.
Oder einfach nah am Arbeitsplatz, Nahverkehr.

Gruß
One


edit:
Firmenfahrzeuge haben da natürlich andere Bedingungen.
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von doelf » 14 Sep 2016, 15:25

Das Dilemma der Stromer: Sie sind ideal für die Stadt - kein Dreck, kurze Wege, viel Stop&Go. Doch in der Stadt hat niemand Steckdosen. In Tiefgaragen darfst du auch keine auf eigene Faust installieren, das darf nur der Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft.

Draußen auf dem Land haben viele Garagen Steckdosen. Doch hier sind die Reichweiten zu kurz, insbesondere im Sommer (Klimaanlage) und im Winter (Heizung).

Gruß

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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von neO » 14 Sep 2016, 19:23

Die größte Straßen und Umweltbelastung ist afaik der Lastenverkehr.
Der gehört eigentlich auf die Schiene, da dort der Rollwiderstand am geringsten und die Stromversorgung vorhanden ist.
Laut sind die alten Güterwaggons nur aufgrund der langen Laufzeit der alten Radreifen.
Die machen den Lärm.

Aber unser Autominister ist halt kein Verkehrsminister, sonst würde unsere Bahn pünktlich und das Schiennetz modernisiert und aufgeteilt in Gleise für Güter- und Gleise für Personenzüge sein.

Selbst LKW mit Oberleitungen auf der Autobahn wären sparsam, abgasfrei und leise...

aber das nur am rande
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