LibreOffice 6.2.0: Zweiter Veröffentlichungskandidat erhältlich

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doelf
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LibreOffice 6.2.0: Zweiter Veröffentlichungskandidat erhältlich

Beitrag von doelf » 11 Jan 2019, 14:27

Die Alpha-Phase von LibreOffice 6.2.0 hatte 705 Änderungen gebracht und der Beta-Test nochmals 251 Korrekturen. Ähnlich ergiebig erweisen sich auch die beiden Veröffentlichungskandidaten, die sich zusammen um weitere 246 Probleme kümmern. Aktuell liegt der zweite Release Candidates mit 47 Fehlerbereinigungen zum Download bereit, die Freigabe des finalen LibreOffice 6.2.0 ist für die Woche vom 28. Januar bis zum 3. Februar 2019 geplant.

Writer
Die Leistungseinbrüche beim "Änderungen verfolgen" wurden behoben, so dass der entsprechende Warnhinweis entfernt werden konnte. Tabellen aus Calc werden nicht mehr als OLE-Objekt eingebettet, sondern nativ kopiert und eingefügt. Der funktionslose Befehl "Bild kopieren", der ausschließlich für schreibgeschützte Dateien angeboten wird, wurde aus dem Kontextmenü entfernt. Für die automatische Größenanpassung von Tabellenzeilen und -spalten gibt es neue Optionen und die Menüs zum Modifizieren von Kopf- und Fußzeile, welche sich öffnen, wenn man über oder unter eine Seite klickt, lassen sich nun abschalten. Beim Speichern von Text-Dateien mit dem Dateityp "Text - Textkodierung wählen" samt der Option "Filtereinstellungen bearbeiten" gibt es jetzt die Möglichkeit, die Textkodierungen UTF-8 und UTF-16 auch ohne BOM (Byte Order Mark) zu verwenden. Für die "Unterschriftzeile" kann man ein Bild seiner eingescannten Unterschrift hinterlegen.

Calc
Das Laden und Anzeigen der Tabellen wurde beschleunigt. Nach Writer kann nun auch Calc über "Einfügen" eine "Unterschriftzeile" hinzufügen. Die Kopfzeile mit dem Namen der Tabelle und die Fußzeile mit der Bezeichnung der Seite waren bisher immer vorhanden, werden aber nur selten gebraucht. Daher sind sie ab sofort standardmäßig deaktiviert. Über das Menü "Daten", Unterpunkt "Statistiken", kann man unter "Regression" eine multivariate Regressionsanalyse durchführen. Hierzu wurde der Dialog erweitert. Eine benutzerdefinierte Datenüberprüfung auf Zellen, wie Excel sie bietet, wurde ebenfalls ergänzt, und über die Funktion "REGEX" lässt sich Text mit einem regulären Ausdruck abgleichen sowie Textteile ersetzen.

Impress, Draw und Base
Für Impress gibt es Fehlerbereinigungen und Optimierungen rund um die Bearbeitung von Animationen. Es wurden Zeichenstile für Textinhalte ergänzt und wenn man die letzte Folie erreicht hat, ist "Weiter" im Kontextmenü deaktiviert. In Draw hat das Menü "Format" ein neues Untermenü für "Tabellen" erhalten, dazu gibt es die bereits für Writer aufgeführten Optionen zur automatischen Größenanpassung von Tabellenzeilen und -spalten. Für Base ist die Nutzung der eingebetteten Datenbank Firebird nun nicht mehr experimentell. Mit Hilfe des Firebird-Migrationsassistenten lassen sich existierende Base-Dateien nach Firebird übertragen, doch zuvor wird eine Kopie der Datei content.xml angelegt.

Allgemeines
Mit "Tabbed UI" und "Groupedbar Compact UI" sind zwei neue Benutzeroberflächen verfügbar. Bei der klassischen Benutzeroberfläche gibt es kleinere Änderungen hinsichtlich der Werkzeugleisten sowie ein großes Update für das Icon-Thema "Elementary". Bisher wurden Icons mit Abmessungen von 16 und 24 Pixeln geboten, neu hinzugekommen ist das 32-Pixel-Format. Neu ist auch die Unterstützung für Qt5 und KDE Plasma 5, wobei das KDE5-Plug-in auf der Qt5-Version aufbaut. Auf Seiten der Schriftarten wurde Source Serif Pro hinzugefügt und die Beigabe der Bibliothek Access2Basic ermöglicht volle Unterstützung für das Datenbankmanagementsystem Firebird. Wie gewohnt gibt es etliche Korrekturen für den Im- und Export von .PPTX- und .PPT-Präsentationen.

Im Bereich der Dokumentenverschlüsselung hat LibreOffice die OOXML-Agile-Encryption erlernt, welche den AES-256-CBC-Algorithmus mit der SHA512-Hash-Funktion kombiniert. Diese Kombination, welche auch von Microsoft Office unterstützt wird, ist ab sofort Standard für OOXML-Dokumente. Neu ist auch die HMAC-Verifizierung mit der überprüft wird, ob ein verschlüsseltes Dokument nach dem Speichern manipuliert wurde. Die 32-Bit-Builds für Linux werden derweil herabgestuft, offizielle Builds von The Document Foundation soll es jedenfalls nicht mehr geben. Für Windows ist ein solcher Schritt noch nicht geplant, während es für macOS schon seit einiger Zeit keine neuen 32-Bit-Versionen mehr gibt.

Download: LibreOffice 6.2.0 RC 2
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