Anleitung: Zugriff auf externe CD-Datenbank in CDex, EAC und X-CD-Roast reparieren

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doelf
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Anleitung: Zugriff auf externe CD-Datenbank in CDex, EAC und X-CD-Roast reparieren

Beitrag von doelf »

FreeDB (freedb.freedb.org), die wohl wichtigste Datenbank für Audio-CDs, wurde Anfang Juni 2020 abgeschaltet. Obwohl die Firma Magix, welche den Dienst im Jahr 2006 übernommen hatte, diesen Schritt am 31. März 2020 angekündigt hatte, greifen viele Programme auch weiterhin auf FreeDB zu und liefern statt der gewünschten CD-Daten nur noch eine Fehlermeldung. Wir erklären, wie man dieses Problem in beliebten Programmen wie CDex, EAC und X-CD-Roast schnell und einfach behebt.

Bild

Sicher, mit MusicBrainz und der kommerziellen Datenbank GD3 gibt es zwei gute Alternativen, doch MusicBrainz weist unserer Erfahrung nach noch große Lücken auf und der Zugriff auf GD3 ist kostenpflichtig. Und als perfekter Ersatz für FreeDB bietet sich sowieso GNUDB (gnudb.gnudb.org) an, welches im Jahr 2006 als GPL-lizenzierte Alternative zu FreeDB ins Leben gerufen worden war. Und das in weiser Voraussicht, wie die Abschaltung von FreeDB nun bewiesen hat.

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Mausolos
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Re: Anleitung: Zugriff auf externe CD-Datenbank in CDex, EAC und X-CD-Roast reparieren

Beitrag von Mausolos »

Super! :D Danke für den Tipp.
Dann hoffen wir mal, dass GNUDB nicht irgendwann in den nächsten 15 Jahren abgeschaltet wird.
Linux :)
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doelf
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Re: Anleitung: Zugriff auf externe CD-Datenbank in CDex, EAC und X-CD-Roast reparieren

Beitrag von doelf »

Das hoffe ich auch! Streaming hin, Streaming her - ich bevorzuge etwas handfestes in Kombination mit einer digitalen Kopie im Kodi-Media-Center für den bequemen Zugriff. Alleine dass Streaming-Riesen wie Amazon noch immer kein gapless Play, also die Wiedergabe ohne Pausen zwischen den Stücken beherrschen, empfinde ich als vorsintflutlich. Live-Aufnahmen, Konzeptalben und Klassik machen so einfach keinen Spaß.

Gruß

Michael
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Re: Anleitung: Zugriff auf externe CD-Datenbank in CDex, EAC und X-CD-Roast reparieren

Beitrag von Mausolos »

doelf hat geschrieben: 13 Aug 2020, 10:00 Alleine dass Streaming-Riesen wie Amazon noch immer kein gapless Play, also die Wiedergabe ohne Pausen zwischen den Stücken beherrschen, empfinde ich als vorsintflutlich.
Das liegt dann aber am mp3-Audio-Format. Es gibt zwar eine Erweiterung dafür, aber die ist nicht mit jedem Player kompatibel.
Der welterste (verlustbehaftete) Audio-Codec, der «gapless playback» grundlegend beherrschte, war ATRAC der Sony MiniDisc.

Übrigens liegt die Streaming-Bitrate bei „Amazon Music Prime/Unlimited“ meinen Untersuchungen zufolge nur bei etwa 192 kbits/s
und ist damit viel schlechter als die MiniDisc.
Es gibt ja Möglichkeiten, den Audio-Stream mitzuschneiden, allerdings verschlechtert sich die Audioqualität bei einer erneuten mp3-Kodierung oder Transkodierung durch die geringe Ausgangsbitrate erheblich. Wirklich hohe Bitraten sind da stabiler, was neue Artefakte anbelangt.
Somit bleibt beim Mitschneiden als anschließendes Audioformat nur ein Verlustfreies, wie z.B. FLAC, APE und WavPack, die aber wiederum sehr viel Speicherplatz benötigen (700—1000 kbits/s), obwohl die Ausgangsbasis eher 192 oder bestenfalls 256 kbits/s war. Diesen „Platz“ ist das nicht wert. — Meiner Meinung nach lohnt sich das Mitschneiden gar nicht, wenn jemand Musik wirklich genießen möchte (absseits des Bumm, Bumm, Zisch, Zisch Breis). Und für den monatlichen Preis eines Streamingdienstes kann man sich die Audio-CDs auch neu oder gebraucht kaufen.
Linux :)
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Re: Anleitung: Zugriff auf externe CD-Datenbank in CDex, EAC und X-CD-Roast reparieren

Beitrag von doelf »

Und für den monatlichen Preis eines Streamingdienstes kann man sich die Audio-CDs auch neu oder gebraucht kaufen.
Exakt! Und dann muss man bewusst auswählen und sich entscheiden. Beim Streaming-Dienst habe ich gefühlt alles und kenne dennoch gar nichts.

Wegen gapless Playback: Dass dies auch mit allen mp3-Dateien funktioniert, beweisen gute Mediaplayer. Ich hatte vor einigen Monaten Amazon Prime Music ausprobiert und war ernüchtert:

Midnight Oil - Armistice Day (2018): Zwischen den Stücken dieser aktuellen Live-Aufnahme waren Pausen.
Also mal durch die Klassik geklickt: Pausen. Konzeptalben von Yes oder Van der Graaf Generator: Pausen.

Zudem klang alles wie durch einen schlechten Kompressor gequetscht und bei kritischen Stücken, z.B. wenn analoge Aufnahmen aus den 60er, 70er und 80er Jahren nachträglich digitalisiert wurden (AAD), waren typische mp3-Artefakte ganz leicht herauszuhören. Ein Album der finnischen Metalformation Waltari klang wie sogar wie mit einer Blechbüchse im Dixi-Klo aufgenommen. Und die CD sagt mir, dass dies keinesfalls ein Experiment war, sondern ein Digitalisierungsfehler. Das kann man dann wahlweise bei Amazon melden oder auf Klopapier notieren und herunterspülen. Die Reaktion ist die selbe.

Ich kaufe Musik durchaus auch digital. Aber dann bei Anbietern, die sorgsam mit diesem wertvollen Gut umgehen:
https://bandcamp.com
https://de.7digital.com/
https://www.qobuz.com/de-de/shop

Gruß

Michael
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Re: Anleitung: Zugriff auf externe CD-Datenbank in CDex, EAC und X-CD-Roast reparieren

Beitrag von Mausolos »

Ferner ist das Kopieren von Musik auf CDs von oder für Familienmitglieder, Freunde oder enge Bekannte statthaft, weil das im Sinne des Urheberrechts „privat“ ist: = die Privatkopie-Regelung.
doelf hat geschrieben: 13 Aug 2020, 14:21Ich kaufe Musik durchaus auch digital. Aber dann bei Anbietern, die sorgsam mit diesem wertvollen Gut umgehen:
https://bandcamp.com
https://de.7digital.com/
https://www.qobuz.com/de-de/shop
Hast du diese gekauften Downloads schon mal auf vorhandene digitale Wasserzeichen hin untersucht?
Siehe z.B.: Audio-Wasserzeichen, Fraunhofer SITMark
Linux :)
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Re: Anleitung: Zugriff auf externe CD-Datenbank in CDex, EAC und X-CD-Roast reparieren

Beitrag von doelf »

Ich habe kein Problem mit Wasserzeichen. Mir ist die Qualität wichtig, also FLAC oder besser noch Hi-Res.
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Re: Anleitung: Zugriff auf externe CD-Datenbank in CDex, EAC und X-CD-Roast reparieren

Beitrag von Mausolos »

Hi-Res 24bit/96kHz ist auch im FLAC-Format, genauso wie »lossless« 16bit/44,1kHz.
Monkey’s Audio(.ape) & WavPack(.wv) ist sehr selten in Gebrauch. Apple verwendet ALAC statt FLAC.

Kennst du eine Möglichkeit, das Wasserzeichen in Audio-Dateien zu dekodieren oder wenigstens das Vorhandensein eines solchen zu erkennen?
Entfernen lässt sich ein Audio-Wasserzeichen nie und nimmer. Und wenn man ein neues Wasserzeichen über das Audio darüber bügelt, brennt sich das ursprüngliche Wasserzeichen noch tiefer in die Musik hinein. Dazu hatte ich vor schätzungsweise 15 Jahren mal eine Dokumentation gesehen, in der das alles demonstriert wurde. Sogar bei Audio-CDs solle künftig ein Wasserzeichen verwendet werden, damit man immer nachvollziehen kann, woher die Musik oder ein Werk ursprünglich stammt, wenn es irgendwo im www auftaucht, hieß es damals in der Doku. Es wurde sogar demonstriert, wie sich die digitale Signatur, das Wasserzeichen anhört, wenn man von dem gebrantmarkten Audio das Original subtrahiert.
Anders als beim Download oder beim Streaming, lässt sich bei einem CD-Rip natürlich nicht mehr der damalige Käufer dieser Audio-CD ermitteln.
Linux :)
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Re: Anleitung: Zugriff auf externe CD-Datenbank in CDex, EAC und X-CD-Roast reparieren

Beitrag von doelf »

Hi-Res 24bit/96kHz ist auch im FLAC-Format, genauso wie »lossless« 16bit/44,1kHz.
Bitte aufdröseln, ich verstehe diese Aussage nicht.
  • Hi-Res ist in der Regel 24bit/94kHz unabhängig vom Codec.
  • CD-Qualität ist immer 16bit/44,1kHz (auch wenn mit höheren Bitraten gemastert wurde)
  • Lossless bedeutet lediglich, dass kein verlustbehafteter Codec verwendet wurde. Also WAV/PCM, FLAC oder von mir aus auch Apples freche FLAC-Kopie ALAC.
Den Schallplatten von Peter Gabriel liegt beispielsweise ein Download-Code für Hi-Res-WAV-Dateien bei und die von mir genannten Download-Anbieter liefern einige Alben ebenfalls in Studioqualität mit 24bit/96kHz.

Was die Wasserzeichen betrifft: Wenn man über das Ausgangsmaterial verfügt, kann man das Vorhandensein in einer Spektralanalyse feststellen. Herausfiltern wird man die nur schwer können, eher geht der hörbare Ton kaputt. Selbst beim Konvertieren zu anderen Codecs bzw. geringeren Bitraten überleben diese Markierungen in der Regel.

Gruß

Michael
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Re: Anleitung: Zugriff auf externe CD-Datenbank in CDex, EAC und X-CD-Roast reparieren

Beitrag von Mausolos »

doelf hat geschrieben: 17 Aug 2020, 15:03Den Schallplatten von Peter Gabriel liegt beispielsweise ein Download-Code für Hi-Res-WAV-Dateien bei (…)
Ja gut: Wenn jemand den Download von (unkomprimiertem) WAV anbietet, dann muss der Kunde eben länger auf die Datei warten, und außerdem muss Anbieter mehr Speicherplatz auf seinen Servern bereithalten. Das kann man mit Bilddateien vergleichen, die als BMP statt anstelle PNG vorliegen.

Hier habe ich heute eine schöne Zusammenfassung über PCM-Audiowasserzeichen gefunden:
https://private.sit.fhg.de/~steineba/TUD/mms/mms10_206-236.pdf

Herausfiltern möchte ich die Signatur gar nicht. Das ist ohnehin unmöglich.
Ich suche solch einen Wasserzeichen-Detektor, wie es in der Abhandlung oben beschrieben ist.

Es heißt, dass die Musik-Unternehmen den Streaming- und Downloadanbietern das digitale Signieren sogar vorschreiben.
Musst du dich für den Download der Hi-Res-WAV-Dateien von Peter Gabriel vorher registrieren?
Linux :)
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