Willkommen auf der dunklen Seite des Internets

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Mausolos
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Re: Willkommen auf der dunklen Seite des Internets

Beitrag von Mausolos »

Richtig, denn es gibt ja noch die Transsexualtität: ( *diverse )
Frau Erisnefrau & Herr Siesnmann.
Auch wenn es ungewöhnlich ist, das soll es geben dann und wann.
Sie leben als ein Ehepaar, auch wenn's am Anfang schwierig war.
Sie sind in allem sich so nah und nur noch füreinander da.
Sie sagen zueinander Ja. Ist so etwas nicht wunderbar?

Auf der Welt gibts es für jede Giraffe eine Giräffin, für jeden Affen eine Äffin, für jede Gans eine Gänsin, für jede Katze eine Kätzin (im Englischen: she-cat).
Auch Farben haben Geschlechter: z.B. die Grüninnen und Grünen.

Wobei in den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk- und Fernsehprogrammen oft gar keine Genderlücke ausgesprochen wird.
Es heißt ganz klar verständlich: die Soldatinnen, die Patientinnen, die Erzieherinnen.
—Besser wäre zu sagen: die Soldatasteriskinnen, die Patientasteriskinnen, die Erzieherasteriskinnen. Das * ist ein Asterisk.
Oder es wird z.B. in Bezug auf die Wahlen gesagt: „die Politikerinnen und Kandidaten“.—Das ist auch merkwürdig. Sogar der Sprecherin kam das seltsam vor. Jedenfalls stockte sie an dieser Stelle kurz beim Ablesen vom Teleprompter und musste zweimal hinsehen.
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neO
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Re: Willkommen auf der dunklen Seite des Internets

Beitrag von neO »

Im englischen habe sie das Problem nicht.

Aber Rollenverteilung ist halt in den Köpfen.
Nicht in der Sprache.

Beim Zahnarzt, das Helferlein, ist bei meinem Zahnarzt und in meinem Kopf meißt weiblich.
Und nun das Wetter.
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doelf
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Re: Willkommen auf der dunklen Seite des Internets

Beitrag von doelf »

Aber Rollenverteilung ist halt in den Köpfen.
Nicht in der Sprache.
Völlig richtig.
Beim Zahnarzt, das Helferlein, ist bei meinem Zahnarzt und in meinem Kopf meist weiblich.
Und das ist ein Erfahrungswert. Während ich Zahnärzte und Zahnärztinnen hatte, waren deren Helfer immer Helferinnen. Ausnahmslos. So etwas prägt und da kann sich keiner gegen wehren.

Auf der anderen Seite habe ich nie eine Maurerin getroffen, nur eine Maurin während des Studiums.

Gruß

Michael
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Mausolos
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Re: Willkommen auf der dunklen Seite des Internets

Beitrag von Mausolos »

Also, das verstehe ich nicht so ganz:

Geht es wirklich um die Rollenverteilung in den Köpfen, wenn wenn über die Medien die Sprache abgeändert, beinahe pervertiert wird?
Es ist ein Unterschied, ob ich eine Gruppe anspreche „liebe Zuschauerinnen und liebe Zuschauer“
oder ob ich in einem sachlichen Bericht die Sprache verbiege „Soldat*innen” und beim Aussprechen nur eine ganz leichte Betonung auf T mache.
Die weibliche Form ist exklusiv.
Wo es Spieler*innen gibt, muss es auch Spieler*außen geben; sprechverständlich gesehen.

Andere sprachliche Beispiele habe ich oben genannt. Gästinnen und Gäste habe ich wirklich schon gehört. Grüninnen und Grüne ist die sprachlich logische Konsequenz davon. (Bei Kätzin übertreibe ich.)
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doelf
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Re: Willkommen auf der dunklen Seite des Internets

Beitrag von doelf »

Das eine ist die Sprache.
J.K. Rowling ist eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen. => Im Vergleich mit anderen weiblichen Autoren ist sie weit oben.
J.K. Rowling gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellern. => Im Vergleich mit anderen Autoren jeglichen Geschlechts ist sie weit oben.

Letzteres will man durch Schriftsteller*innen und ähnliche Konstrukte aus der Männlichkeit befreien, was sich allerdings blöd anhört und noch viel schlechter lesen lässt. Zudem unterstellt man den Menschen, zu blöd zu sein, um den Oberbegriff Schriftsteller nicht als auf alle Geschlechter bezogen erkennen zu können.

Schriftsteller, Ärzte, Wissenschaftler können heute männlich oder weiblich oder divers sein. Das war vor 100 Jahren noch anders und lange Zeit hatten sich weiblicher Schriftsteller ein männliches Pseudonym zugelegt. Da geschieht die Interpretation in den Köpfen und diese ändert sich und muss sich ändern. Ob man das dann auch der Sprache aufzwingen muss, wage ich in Frage zu stellen.

Anders sieht es bei der Krankenschwester aus. Es ist eine Berufsbezeichnung, aber auch ein eindeutig weiblicher Begriff. Hier fällt die Prägung auch heute noch eindeutig weiblich aus und eine männliche Krankenschwester stell eine Überraschung dar. Dennoch würde ich niemals Krankenbruder sagen.

Gruß

Michael
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Mausolos
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Re: Willkommen auf der dunklen Seite des Internets

Beitrag von Mausolos »

doelf hat geschrieben: 05 Mär 2021, 11:48 Ob man das dann auch der Sprache aufzwingen muss, wage ich in Frage zu stellen.
Den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsendern wird hier selbst überlassen, ob sie die neuartige Gendersprache verwenden oder nicht.
Nun, sie machen regen Gebrauch davon. — Trotz der zahlreichen Proteste der Zuschauer und Zuhörer.

Wohlgemerkt: Ich meine hier nicht, dass Personen oder Gruppen mit der weiblichen und männlichen Form direkt angesprochen werden sollen.

Auf 3sat hatte eine Sprecherin kürzlich von Zuschauerprotesten über diese Gendersprache berichtet und auch davon, dass ihr im Zuge der fast gar gewaltsamen sprachlichen Gleichberechtigung angeraten wurde aufs Standesamt zu gehen und ihren Namen in „Frau Großfrau“ abändern zu lassen. Dies wies sie jedoch mit einem Lächeln zurück, denn immerhin sei sie ja 1,8m groß und habe das nicht nötig.
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doelf
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Re: Willkommen auf der dunklen Seite des Internets

Beitrag von doelf »

Völlig klar und ich sehe das wie Du.

Viel wichtiger wären mir auch gleiche Chancen und eine gleiche Bezahlung statt sprachlicher Klimmzüge, die einzig und alleine unharmonisch und ungelenk klingen. All die Firmen, die auf einmal "genderkorrekt" werben, sollten lieber ihre Mitarbeiter gleich bezahlen und dafür sorgen, dass auch Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat sitzen - und zwar als Mitglieder und nicht zum Servieren und Assistieren.

Gruß

Michael
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Mausolos
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Re: Willkommen auf der dunklen Seite des Internets

Beitrag von Mausolos »

Jetzt verstehst du, warum ich schrieb: Statt „Aluhut“ wäre „Menschinnen und Menschen“ oder „Gäste*innen und *außen“ aktueller und lustiger.

Und übrigens hat die finanzielle Diskriminierung mit der Sprache auch gar nichts zu tun. Denn in der DDR hat eine Frau, die ein einem Männerberuf arbeitete, mehr Geld verdient als ein Mann, der die selbe Tätigkeit ausgeübte.

Statt die Sache in der BRD politisch und gesetzgeberisch richtig anzugehen, hat sich Olaf Scholz als Feminist bekannt und bedient sich ausgiebig der gekünstelten Gendersprache.
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doelf
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Re: Willkommen auf der dunklen Seite des Internets

Beitrag von doelf »

Und darum ist die finanzielle Diskriminierung eine richtige Baustelle, die niemannd angehen will.
Stattdessen eröffnet man lieber ein sprachliches Ablenkungsmanöver, denn das kostet ja nichts.
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neO
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Re: Willkommen auf der dunklen Seite des Internets

Beitrag von neO »

Wobei eine Professorin die auch Frauenrechte vertrat afair sinngemäß meinte:

Das Frauen weniger verdienen, liegt daran, dass sie sich zwischen Nachwuchs haben und Karriere (machen) entscheiden müssen. Was ein Punkt der Ungerechtigkeit sei.

Imo:

Eigentlich jeder von uns hatte seiner Mutter um die 9 Monate im Bauch gelegen und im nachhinein sie und/oder die Familie gut in Anspruch genommen.

Diese Nachteile müßten ausgeglichen werden.
(Was ein Thema für sich ist. Eigentlich das Thema imo)



Imo wäre das dann auch gerechter als die Quoten für Männer Frauen etc einzuführen, und nicht nach "Qualifikation" sondern anderen Kriterien die Menschen einzustellen.

Du bist nicht gut genug als Mann, wärst aber gut genug als Frau.

Aua.


(Da umgekehrt genau so schlecht)



Nachtrag:

Nur meine "two cents" da ich in dem Thema nicht besonders tief drinne bin.
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