Digitalisierung in Deutschland - Zeitverschwendung im Online-Formular der AOK

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doelf
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Digitalisierung in Deutschland - Zeitverschwendung im Online-Formular der AOK

Beitrag von doelf »

Die Zahl der Daten, welche der Bürger online zu übermitteln hat, steigt seit der Corona-Pandemie - zumindest gefühlt - exponentiell an. Insbesondere in den letzten Wochen hat sich so einiges angesammelt, welches zeitnah zu bearbeiten ist. Wenn beispielsweise die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zwecks Zensus 2022 anfragen, ist man gemäß des Zensusgesetzes 2022 (ZensG 2022) zur zeitnahen Antwort verpflichtet. Dann ist da die Grundsteuerreform, welche über "Mein Elster" fristgerecht mit Daten gefüttert werden will, obwohl bis heute nicht einmal die Steuerberater wissen, welche Informationen die Finanzbehörden denn gerne hätten.

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Und all jenen, die freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, flattert derzeit die jährliche Anfrage zum Einkommensnachweis ins Haus. Die AOK ist eine dieser gesetzlichen Krankenkassen. Nach wie vor akzeptiert die AOK einen Einkommensnachweis in Papierform, bei dem man den Einkommenssteuerbescheid sowie eventuelle Gehaltsabrechnungen als Kopie beilegen muss. Doch genau das war bei mir im Jahr 2021 gründlich schief gelaufen, weshalb ich mich diesmal für die digitale Übermittlung der Daten entschieden hatte. Doch da Deutschland ein digitales Entwicklungsland ist, geriet ich vom Regen in die Traufe.

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Re: Digitalisierung in Deutschland - Zeitverschwendung im Online-Formular der AOK

Beitrag von Klingon »

Nun, ich kann verstehen, dass Du irgendwann "aus Trotz" begonnen hast, Screenshots zu machen und das zu einem Artikel zu verwursten :), aber ich persönlich hätte wohl nach dem ersten oder zweiten Anlauf alles in einen fetten Briefumschlag gepackt und dahin geschickt. Gerne mit dem Verweis auf deren Formular und das Angebot für ein Telefongespräch über Deine "Benutzererfahrung" :)

Bei der Barmer kann ich Sachen online einreichen - aber Rückmeldung online bekomme ich nur, wenn noch was fehlt. Ansonsten erfolgt nach weiterer Bearbeitung stets Rückantwort per Post - ist manchmal toll, wenn man online eine Zweizeiler-Frage gestellt hat und dann nach drei Tagen einen Brief bekommt (hätte das Telefon nehmen sollen...)...
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doelf
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Re: Digitalisierung in Deutschland - Zeitverschwendung im Online-Formular der AOK

Beitrag von doelf »

Ja, das kann man so sehen. Ich habe das aus zwei Gründen durchgezogen:

1. Die Papierübermittlung hatte 2021 im Mai begonnen und für Dauerstress bis Oktober gesorgt - inklusive Stunden in Warteschleifen und dem Damoklesschwert einer immensen Nachzahlung.

2. Ich hatte mich in den vergangenen Monaten immer wieder über mangelhafte Online-Formulare oder Kundenportale geärgert. Rückmeldungen wurden ignoriert. Nur wenn ich darüber berichtet hatte, gab es zeitnahe Lösungen.

Wie ich die AOK kenne, meldet sich mal wieder deren Justiziar statt der IT-Verantwortlichen...

Gruß Michael
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neO
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Re: Digitalisierung in Deutschland - Zeitverschwendung im Online-Formular der AOK

Beitrag von neO »

Bei Bewerbungsportalen namhafter Firmen kenne ich die Hürde mit PDFs auch.

Schien mir ein "Intelligenztest" :wink: :evil:

Am Ende ist es einfacher per E-Mail an den Kontaktmenschen zu schicken.

Das PDF komplett als PDF nochmal zu drucken funktionierte bei mir.

Irre!
Der "Markt" wird das "bereinigen"...
Hic et nunc et in aeternum: This world is one! (See you in the world of tomorrow)
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