Flash-Speicher: 3D-TLC-Chips mit neuem Tiefstand

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doelf
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Flash-Speicher: 3D-TLC-Chips mit neuem Tiefstand

Beitrag von doelf »

Die Kurse der DRAM-Chips sind am Spot-Markt in Taiwan weiter gefallen und auch für Flash-Speicher des Typs 3D-TLC gehen die Preise weiter abwärts. Tatsächlich notieren wir einen neuen Tiefstand. Einzig die Kurse der MLC-Chips klettern immer weiter, wenn auch recht langsam. Die weitreichende Panne bei Western Digital (SanDisk) und Kioxia (vormals Toshiba Memory Corporation), aufgrund derer Flash-Chips mit einer Speicherkapazität von mindestens 6,5 Exabyte (6,5 Milliarden Gigabyte) unbrauchbar sind, scheint für die Preisfindung kaum noch Relevanz zu haben.

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Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man heute durchschnittlich 4,034 US-Dollar auf den Tisch legen, was einem Aufschlag von 1,15 Prozent entspricht. Dies liegt über den Kurserhöhungen von April (+0,61%) und Mai (+0,58), aber auch deutlich unter den Steigerungen von Januar bis März (+16,98%; +13,03%; +18,28%). Zwischen Mai und Dezember 2021 hatte es lediglich moderate Änderungen in beide Richtungen (-0,72%; -0,04%; -5,02%; -4,25%; -1,48%; +0,20%; -1,78%; +4,00%) gegeben. Blicken wir ein Jahr zurück, sind die 64Gb-MLC-Chips um 46,80 Prozent teurer geworden.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,159 US-Dollar, was um 0,19 Prozent über dem Wert von Mitte Mai 2022 liegt. Bei diesen Chips tut sich seit Januar 2021 im Monatsvergleich nicht allzu viel (-0,05%; +1,08%; +2,24%; +1,84%; +0,68%; +0,24%; -0,10%; +0,44%; -0,63%; -0,24%; -1,85%; +1,64%; +1,12%; +0,68%; +2,50%; +/-0,00%; +0,89%) und auch in der Summe ist der Preis binnen zwölf Monaten lediglich um 4,65 Prozent gestiegen.

Wer statt MLC die Variante 3D-TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) kauft, bekommt 256 Gb für 2,673 US-Dollar. Nach zwei moderaten Aufschlägen im Februar (+3,23%) und März (+5,37%), war der Kurs im April um 1,60 und im Mai um 7,10 Prozent gefallen. Diesmal sehen wir einen Rückgang um 4,50 Prozent. Bei 3D TLC 256Gb bewegten sich die monatlichen Schwankungen zwischen Januar 2021 und Januar 2022 auf einem niedrigen einstelligen Niveau (-0,60%; +1,87%; +2,49%; -1,69%; -1,82%; +1,99%; +1,99%; -1,38%; +0,07%; -2,83%; -0,07%; -1,19%; 0,00%) und im Laufe der vergangenen zwölf Monate sind diese Chips um 8,30 Prozent billiger geworden.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,0553 US-Dollar wert und notierte damit um 1,62 Prozent stärker als Mitte Mai. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro allerdings 12,01 Prozent eingebüßt, denn der Krieg in der Ukraine und die Zinserhöhungen in den USA setzen die europäischen Währungen weiterhin unter Druck. Auch auf die weitere Preisentwicklung wird dieser sinnlose Feldzug Wladimir Putins einen wesentlichen Einfluss haben. Wirtschaftssanktionen und explodierende Rohstoffpreise heizen die Inflation an, zugleich verschlechtert sich das Konsumklima durch steigende Zinsen, weshalb die Hersteller nicht beliebig an der Preisschraube drehen können. Am Ende ist Brot wichtiger als ein neuer PC oder ein Smartphone und da ein Brot keine Flash-Chips benötigt, wird deren Überangebot weiter anwachsen, was fallende Preise bedeutet.

Quelle:
https://www.dramexchange.com/
Das Platin. Die Platine. Der Platiner?
Ich plädiere auf eine stimmungsabhängige Geschlechtswahl für alle Wörtinnen :twisted:
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