Update 2: Das BenQ-Tagebuch der Insolvenz

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doelf
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BenQ: Rettung in letzter Sekunde?

Beitrag von doelf » 29 Dez 2006, 10:58

Der Insolvenzverwalter von BenQ Mobile, Martin Prager, hatte Anfang Dezember angekündigt, den insolventen Mobiltelefonhersteller zum 1. Januar schließen zu müssen, falls kein Investor gefunden wird. Nun soll es zwei Interessenten geben.

Es soll sich bei beiden um deutsche Unternehmen handeln. Wie der Vorsitzende des BenQ-Gesamtbetriebsrats, Michael Leucker, gegenüber der "Neuen Ruhr Zeitung" erklärte, will zumindest einer der beiden Interessenten am 2. Januar ein Angebot vorlegen. Die Beschäftigten von BenQ Mobile werden dennoch in eine Transfergesellschaft übergehen, denn der neue Investor wird zunächst nur die Fertigungsanlagen übernehmen. Ob, wie viele und zu welchen Bedingungen Arbeitnehmer wieder an ihre alten Arbeitsplätze zurückkehren können, ist derzeit noch unklar.

Quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,456941,00.html

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Beitrag von The Grinch » 29 Dez 2006, 13:12

Das ist ja wie bei ibäh: gebot in den letzten 5 Sekunden, oder abzocken für 1 EURO!
Wiederlich solche Aasgeier!

Aber am schlimmsten ist SIEMENS, da die das mit voller absicht gemacht haben müssen.
Ich hoffe inständig das die noch den Arsch lang gezogen bekommen!

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Beitrag von doelf » 29 Dez 2006, 21:18

Jetzt ist es nur noch eine Investorengruppe...
Das hört sich nach Ausschlachten an :-(

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BenQ Mobile: Insolvenzverfahren eröffnet

Beitrag von doelf » 02 Jan 2007, 11:58

Die vorletzte Hoffnung für den Mobiltelefonhersteller BenQ Mobile hat sich zerschlagen: Bis zum 1. Januar lag kein Angebot zur Übernahme der Firma vor, so dass das Insolvenzverfahren heute eröffnet werden mußte. Als letzte Hoffnung bleibt nun noch die Aussage des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Michael Leucker, der ein Angebot einer Investorengruppe für den heutigen Tag angekündigt hatte.

Für die verbliebenen Mitarbeiter bedeutet dies, dass sie ab heute in eine Transfergesellschaft übergehen, welche bis zum Ende des Jahres bestehen wird. Potentielle Investoren übernehmen nach der Eröffnung des Insolvenzverfahren weder die ehemaligen Mitarbeiter noch Verbindlichkeiten wie z.B. Abfindungen. Im Prinzip geht es ab sofort nur noch um den Verkauf der verbliebenen Werte, um die Gläubiger des Unternehmens zu bezahlen, die Rettung ist somit gescheitert. Allerdings besteht die Hoffnung, dass Investoren, welche den Maschinenpark erwerben, auch weiterhin an den bisherigen Standorten fertigen werden. Dabei könnte man auf ehemalige Mitarbeiter zurückgreifen, allerdings mit neuen Arbeitsverträgen. Natürlich besteht auch die Option, die Fertigung ins Ausland zu verlagern oder neue Mitarbeiter bzw. Zeitarbeiter einzustellen. Das Risiko ist für Investoren mit dem Jahreswechsel deutlich gesunken, die Ungewissheit für die Mitarbeiter hingegen weiter gewachsen.

Quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,457273,00.html

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Beitrag von The Grinch » 02 Jan 2007, 13:04

Auch in den Fertigungsmaschinen steckt know how, und das bekommt man auf diesen schmutzbuckeligen Weg recht günstig.
Darauf haben diese Aasgeier doch nur gewartet .. ich sagte doch, das ist wie bei IBÄH.

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BenQ Mobile: Namenloser Investor stellt Bedingungen

Beitrag von doelf » 06 Jan 2007, 23:39

Der US-deutsche Investor, dessen Namen noch immer ein großes Geheimnis ist, will zwar die Standorte München, Kamp-Lintfort und Bocholt erhalten, seine zukünftigen Mitarbeiter aber nicht bezahlen - zumindest für die ersten Monate. Wie diese kostenlose Beschäftigung aussehen soll, ist nicht ganz klar, anscheinend sieht der Investor die Länder in der Pflicht.

Allerdings ist ein solches Vorhaben nicht nur rechtlich höchst problematisch, denn es stellt sich die Frage, ob es überhaupt sinnvoll wäre. Der Investor versucht, das unternehmerische Risiko und jegliche Verantwortung auf den Staat abzuwälzen. Kostenlose Arbeitskräfte würden die Standorte möglicherweise für eine gewisse Zeit sichern, dafür zahlen muss jedoch die Allgemeinheit. Es ist wirtschaftlich eine Bankrotterklärung, wenn der Staat die Arbeitskräfte privater Unternehmen bezahlt. Es wäre im Prinzip sogar sinnvoller, BenQ Mobile als staatliches Unternehmen weiterzuführen, denn dann lägen Chancen und Risiken zumindest in ein und der selben Hand. Allerdings soll auch ein zweiter Investor aus den USA noch Interesse an BenQ Mobile haben. Wer es ist und welche Bedingungen dieser Investor stellt, ist nicht bekannt.

Für die ebenfalls insolvente BenQ-Tochter Inservio, welche Garantie- und Service-Leistungen für BenQ Mobile durchführt, scheint die Rettung hingegen in greifbarer Nähe. Der Insolvenzverwalter gab bekannt, mit einem französischen Investor weitgehend einig zu sein.

Quelle: http://www.waz.de/

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Beitrag von The Grinch » 07 Jan 2007, 09:42

US-Investoren haben etwas Ferengihaftes an sich :roll:

http://www.cologneweb.com/StarTrek/ferengi.htm

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Beitrag von doelf » 07 Jan 2007, 19:05

Ach, das sind doch die, welche das große Latinum suchen ;-)

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Nachruf: BenQ Mobile ist tot

Beitrag von doelf » 25 Feb 2007, 12:52

Obwohl es einige Interessenten an dem insolventen Mobiltelefonfertiger gab, konnten die Konzepte der Investoren den Insolvenzverwalter nicht überzeugen. Dieser sieht sich nun mit Vorwürfen konfrontiert, denn nun werden nur noch die sterblichen Überreste der Firma verramscht, um wenigstens einen Teil der Schulden zu decken. Die Arbeitsplätze sind hingegen schon längst abgehakt.

Der Insolvenzverwalter Martin Prager hoffte auf einen Gesamtverkauf des Unternehmens, doch seit der letzte Bieter abgesprungen ist, gibt es auch für die einzelnen Standorte keine Hoffnung mehr. Stattdessen wird BenQ Mobile in Bälde liquidiert, d.h. Inventar, Fertigungsanlagen und Immobilien werden meistbietend versteigert. Seit Anfang des Jahres befinden sich die ehemaligen Mitarbeiter in Transfer-Gesellschaften. Die Hoffnung, jemals wieder an den ehemaligen Arbeitsplatz zurückkehren zu können, hat sich spätenstens jetzt zerschlagen.

Der taiwanische Elektronikkonzern BenQ hatte im Jahr 2005 die defizitäre Mobiltelefonsparte von Siemens übernommen und aufgrund von Verlusten ein knappes Jahr später den Geldhahn abrupt zugedreht. Sowohl BenQ als auch Siemens wurden in der Folge scharf kritisiert.

Quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,468384,00.html

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BenQ: Insolvenzverwalter fordert Sonderprämien zurück

Beitrag von doelf » 29 Mai 2007, 18:22

Rund 5,2 Millionen Euro, welche BenQ Mobile kurz vor seiner Insolvenz in Form von Prämien und Sonderleistungen an rund 170 Mitarbeiter auszahlte, sollen nach Willen des Insolvenzverwalters zurückgezahlt werden. Hierzu gehören nicht nur die beim Verkauf der Mobiltelefonsparte vereinbarten Bleibeprämien für Führungskräfte, sondern auch Jahresboni und Leistungsprämien für Vertriebs-Mitarbeiter.

Insbesondere die 22 Vertriebs-Mitarbeiter dürfte die Rückforderung hart treffen, welche in machen Fällen der Höhe eines vollen Jahresgehaltes entspricht. Insolvenzverwalter Martin Prager sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, da diese Prämien zum Zeitpunkt der Auszahlung noch nicht fällig waren bzw. die Zahlung bereits in Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit erfolgte. Bei den Bleibeprämien für Führungskräfte geht es in einigen Fällen um bis zu 200.000 Euro. Diese Prämien wurden 2005 mit jenen Mitarbeitern vereinbart, die beim Verkauf der Mobiltelefonsparte von Siemens an BenQ dem Unternehmen treu blieben.

Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/,tt3m2/wirts ... 14/115998/

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