Fast but Furious? - 8-fach DVD Brenner im Test

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revo

DDW081 erkennt keine cds mehr

Beitrag von revo » 16 Aug 2004, 13:23

Wie ich in diversen Foren lesen konnte (u.a. Nickles.de) und auch leider selbst fetstellen musste, erkennen einige DDW081 nach Firmware-Upgrades keine CDs mehr, weder Rohlinge noch gepresste noch sonstwas. Auch zurückflashen hilft da nicht. Bei mir trat es genau eine Woche(!) nach Garantie-Ende auf, was dazu führte, dass sich nun sowohl Hersteller als auch Händler weigern, das gute Stück umzutauschen, es sei denn, ich könnte einen Produktionsfehler nachweisen (haha!).

Gast

Re: DDW081 erkennt keine cds mehr

Beitrag von Gast » 04 Okt 2004, 09:53

revo hat geschrieben:Wie ich in diversen Foren lesen konnte (u.a. Nickles.de) und auch leider selbst fetstellen musste, erkennen einige DDW081 nach Firmware-Upgrades keine CDs mehr, weder Rohlinge noch gepresste noch sonstwas. Auch zurückflashen hilft da nicht. Bei mir trat es genau eine Woche(!) nach Garantie-Ende auf, was dazu führte, dass sich nun sowohl Hersteller als auch Händler weigern, das gute Stück umzutauschen, es sei denn, ich könnte einen Produktionsfehler nachweisen (haha!).
Hallo,

normalerweise hat man 2 Jahre Garantie und die kann bei Dir noch nicht abgelaufen sein weil es den Brenner noch keine 2 Jahre gibt !!!

Gruß

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The Grinch
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Beitrag von The Grinch » 04 Okt 2004, 10:00

Das ungeliebt Thema:
Gewährleistung bei Computermängel

Grundsätzlich gilt beim Kauf neuer Computer: Der Käufer hat gemäß §438 Abs. 1 Nr. 3 BGB eine Gewährleistungszeit von zwei Jahren,
die im Volksmund gerne als Garantie bezeichnet wird. Grundsätzlich hat der Käufer zu beweisen, dass der Mangel an der Kaufsache
zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs, das heiß zu dem Zeitpunkt, an dem er das Gerät erhalten hat, vorlag.

Eine Ausnahme gilt für den so genannten Verbrauchsgüterkauf gemäß §474 ff. BGB. Ein Verbrauchsgüterkauf ist immer dann gegeben,
wenn eine Privatperson, also ein Verbraucher, im Sinne des §13 BGB von einem Unternehmer, in der Regel einem Händler, im Sinne
des §14 BGB etwas kauft. Hier gilt die Beweislastumkehr des §476 BGB, in dem es heißt: Zeigt sich innerhalb von sechs Monaten
seit Gefahrübergang ein Sachmangel, so wird vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang mangelhaft war, es sei denn, diese
Vermutung ist mit der Art der Sache oder des Mangels unvereinbar.

Somit muss der Händler, wenn er einen Mangel nicht reparieren oder kein neues Gerät liefern will, beweisen, dass der Mangel nicht
schon vorhanden war. Dies kann problematisch werden, beispielsweise bei Bruchschäden an empfindlicher Elektronikhardware oder
schwer nachvollziehbaren Stabilitätsproblemen bei Computern.

Mangelbegriff im Sinne des Gesetzes

Der Sachmangel ist im §434 BGB definiert. Die Sache ist somit frei von Sachmängeln, wenn sie bei Gefahrübergang (Erhalt der Sache)
die vereinbarte Beschaffenheit hat. Ist eine Beschaffenheit nicht vereinbart worden, ist die Mangelfreiheit gegeben, wenn letztendlich
die Sache sich nach für den Vertrag vorausgesetzter Verwendung oder für die gewöhnliche Verwendung eignet. Die Frage der
Mangelfreiheit ist somit nach dem Gesetz dreistufig zu betrachten. Vorrang hat die „vereinbarte Beschaffenheit“. Derart konkrete
Vereinbarungen werden jedoch in der Praxis eher selten getroffen, sodass es auf die beiden folgenden Alternativen ankommt, nämlich
die vorausgesetzte Verwendung oder die gewöhnliche Verwendung.

Solange beispielsweise bei einem Notebook durch den Verkäufer nicht ausdrücklich zugesichert wurde, dass sich dieses für einen
Outdoor - Einsatz eignet, ist das Gerät immer dann mangelfrei, wenn es bei gewöhnlicher Benutzung, also auch bei Transport und allem,
was mit einer mobilen Verwendung zusammenhängt, keine Defekt aufweist. Bei Bruchschäden liegt ein Mangel dann vor, wenn das
Gehäuse so konstruiert worden ist, dass sich das Notebook für einen mobilen Einsatz nicht eignet, weil es auf Grund von
Konstruktionsfehlern zu Brüchen kommt.

Dies ist in der Praxis aber nicht so leicht nachweisbar. Die Hersteller schließen Bruchschäden in ihrer Garantie auch gerne aus.
Grundsätzlich ist dies möglich, gilt jedoch nur für den Fall, in dem der Bruchschaden durch eine nicht sachgemäße Nutzung,
Überbeanspruchung oder mutwillige Beschädigung verursacht wurde.

Ansprechpartner ist ausschließlich der Händler

In diesem Zusammenhang muss beachtet werden, dass Ansprechpartner für den Käufer im Falle eines Mangels ausschließlich der
Händler ist. Garantiebestimmungen der Hersteller vermögen die gesetzlichen Regelungen im Falle eines Mangels nicht wirksam zu
ersetzen. Viele Händler gehen zwar dazu über, den Kunden zu bitten, das betroffene Gerät direkt an den Hersteller zu schicken.
Rechtsanwälte raten den Verbrauchern jedoch davon ab, weil der Händler der alleinige Ansprechpartner für Fragen der
Mängelgewährleistung ist. Bei schwer nachvollziehbaren oder nicht reproduzierbaren Stabilitätsproblemen des Computers hat der
Kunde dann aber auch möglicherweise schlechte Karten: Kann dieser beim Service nicht reproduziert werden oder stellt sich heraus,
dass die Instabilität auf Grund eines mangelhaften Treibers verursacht wurde, der nicht mit zum Lieferumfang gehörte, kann der Händler
die Kosten der Überprüfung im Einzelfall dem Kunden in Rechnung stellen.

Im Falle eines Mangels ist hingegen der Verkäufer gemäß § 439 Abs. BGB verpflichtet, alle Kosten im Zusammenhang mit der
Reparatur zu tragen. Hierzu zählt das Gesetz insbesondere die zur Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen Transport-, Wege-,
Arbeits- und Materialkosten. Wohlgemerkt gilt diese Verpflichtung des Verkäufers nur für den Fall, dass tatsächlich ein Mangel vorliegt
und dieser Mangel vom Verkäufer zu vertreten ist. Ist dies nicht der Fall, kann man meist davon ausgehen, dass der Händler einen
Aufwendungsersatzanspruch hat, also die Kosten in Rechnung stellen kann.

Kostenvoranschläge sind nicht zu vergüten

In diesem Zusammenhang werden dem Kunden gerne Kostenvoranschläge in Rechnung gestellt. Auch hier trifft das Gesetz eine
eindeutige Regelung. In §632 Abs. 3 BGB ist eindeutig geregelt, dass Kostenvoranschläge im Zweifel nicht zu vergüten sind.
Dies bedeutet nicht, dass der Kunde unter keinen Umständen Kostenvoranschläge zu bezahlen hat. Vielmehr ist zur Vergütung des
Kostenvoranschlags eine Vereinbarung erforderlich, das heißt, der Händler oder Hersteller muss den Kunden bei Abgabe des Gerätes
zur Reparatur unbedingt auf die Vergütungspflicht für Kostenvoranschläge hinweisen. Dies kann durch allgemeine Geschäftsbedingungen
geschehen.

Problematisch dürfte es sein, wenn der Service, nachdem er das Gerät bereits erhalten hat, eine Vergütung des Kostenvoranschlags
verlangt, weil es hierzu, wie bereits oben dargestellt, einer ausdrücklichen Vereinbarung bedarf. Hat der Händler einen Anspruch
auf Aufwendungsersatz für die Überprüfung des Gerätes, hat er das Recht, die Herausgabe des Gerätes so lange zu verweigern, bis
diese Kosten komplett bezahlt sind. Allerdings kann der Kunde den Anspruch des Händlers auch unter Vorbehalt bezahlen, um sein
Gerät zurückzuerhalten. Weiteres kann dann im Nachgang - gegebenenfalls sogar gerichtlich - geklärt werden.

revo

alles klar

Beitrag von revo » 09 Okt 2004, 16:07

OK, ich hatte das Teil über meinen Händler eingeschickt und es kaputt zurückerhalten mit der Begründung, es sei die Gewährleistungsfrist abgelaufen. Daraufhin habe ich mich mit Chris Geerlings, NuGlobal (Amsterdam) in Verbindung gesetzt, der mir sagte, es gäbe eine einjährige Garantie von Nu. Also bin ich mit dem Schriftwechsel zu meinem Händler, der sich erst gesträubt hat, dann aber eingesehen hat, dass er es nochmal wegschicken muss. Und sieheda: Ich habe ein Tauschlaufwerk erhalten. Zwar mit kaputtem Garantiesiegel, aber immerhin...

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