Zynga strauchelt und reißt Facebook mit

Hier werden aktuelle Meldungen diskutiert
[this is the place to discus news topics]
Antworten
Benutzeravatar
doelf
Moderator
Moderator
Beiträge: 34991
Registriert: 12 Feb 2004, 23:29
Wohnort: Alsdorf
Kontaktdaten:

Zynga strauchelt und reißt Facebook mit

Beitrag von doelf » 26 Jul 2012, 10:45

Eigentlich ist heute ein wichtiger Tag für Facebook, denn das soziale Netzwerk wird am Abend seine ersten Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen präsentieren. Doch Facebooks Aktie befindet sich bereits auf Talfahrt, da mit dem Spieleentwickler Zynga ein wichtiger Partner ins Straucheln geraten ist.

Für Zynga endete am 30. Juni das zweite Quartal des fiskalischen Jahres 2012. Obwohl die Firma ihren Umsatz im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 332,49 Millionen US-Dollar (Q2/2011: 279,14 Millionen US-Dollar) steigern konnte, muss sie einen Nettoverlust (GAAP) in Höhe von 22,81 Millionen US-Dollar bzw. 0,03 US-Dollar je Aktie ausweisen. Im zweiten Quartal 2011 stand noch ein Nettogewinn in Höhe von 1,39 Millionen US-Dollar zu Buche. Als Grund für den Verlust führt Mark Pincus, CEO und Gründer der Firma, die Verspätung mehrerer Spiele, einen unerwartet starken Nutzereinbruch bei älteren Titeln sowie einen sequentiellen Rückgang bei den Buchungen an. Auch die Gesamtzahl der Spieler wächst nur noch langsam: Im ersten Quartal 2012 sprach Zynga von 292 Millionen aktiven Spielern pro Monat, nun sind es 306 Millionen. Den restlichen Optimismus treibt Zynga den Investoren mit seiner überarbeiteten Jahresprognose aus: War der Spieleentwickler Ende April noch von einem Jahresgewinn (non-GAAP) zwischen 0,23 und 0,29 US-Dollar je Aktie ausgegangen, ist nun nur noch von 0,04 bis 0,09 US-Dollar die Rede.

Facebook und Zynga sind eng miteinander verbunden. Zynga bereichert Facebook um kostenlose Online-Spiele wie "FarmVille" und "Mafia Wars", während Facebooks stetes Wachstum für eine immer größere Spielergemeinde sorgt. Dass die Spiele kostenlos sind, stimmt allerdings nur zum Teil: Man startet kostenlos, doch wenn man sich auf Dauer mit seinen Freunden, Bekannten und anderen Spielern messen möchte, kommt man kaum um kostenpflichtige Extras herum. Dieses Konzept führte zum rasanten Aufstieg Zyngas, der im Dezember 2011 im Börsengang der Firma gipfelte. Damals belief sich der Ausgabekurs auf 10,00 US-Dollar. Am gestrigen Börsenschluss waren es nur noch 5,09 US-Dollar. Dann gab das Unternehmen seine Quartalszahlen bekannt, was nachbörslich zu einem Absturz um 38,16 Prozent auf 3,14 US-Dollar führte. Und diese schlechten Zahlen gingen auch an Facebook nicht spurlos vorüber: Hatte sich das Wertpapier des sozialen Netzwerks im Tagesverlauf noch auf 29,34 US-Dollar erholt, folgte nach Börsenschluss ein Einbruch um 7,50 Prozent auf 27,14 US-Dollar.

Quelle:
http://investor.zynga.com/releasedetail ... eID=695419

Antworten