Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

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wigor666

Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

Beitrag von wigor666 » 07 Dez 2011, 00:57

Hallou,

weiß jemand was genaueres, was jetzt mit Nr.2 is? Die Tage is da mal was durchgesickert, dass da Theather wäre, aber nix genaues (wie immer !!! :roll: :( )

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doelf
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Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

Beitrag von doelf » 08 Dez 2011, 18:17

Laut "Weekly Post" hat es einen Hackerangriff auf Fukushima Daiichi gegeben, aber laut Tepco sind die Systeme von außen nicht zugänglich:
http://www.tepco.co.jp/en/news/topics/11120802-e.html

Im Boden finden sich weiterhin Strontium 89 und 90 sowie Plutonium 238, 239 und 240. Die Konzentration des Plutoniums liegt angeblich auf dem Niveau, welches man nach überirdischen Nukleartests in Japan gemessen hatte, das Strontium etwas darüber. Da es keine überirdischen Nukleartests mehr gibt, dürfte das Kraftwerk die Quelle sein. Das wissen wir aber auch schon seit dem Frühjahr.

Ansonsten sagt Tepco nicht viel und sonst gibt es auch keine zuverlässigen Meldungen. Was daran liegt, dass Tepco in die kaputten Reaktoren auch weiterhin nicht reinsehen kann und seinen Blindflug fortsetzen muss...

wigor666

Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

Beitrag von wigor666 » 01 Mär 2012, 10:17

Trulala und Hallou,

neues aus der Zone :wink:

Heute Morgen lief n Bericht mit nem Typen der wohl kürzlich da war. Hir mal n paar Fakten die in meinem müden Hirn hängenbliben sind.

-Die Sperrzone ist nur 20 Km groß und das benachbarte Dorf, wude nicht ein mal evakuiert! :shock:

-Die jüngeren Leute sind auf eigene Kosten weggezogen, 20000 von 70000 Ew und nu mault die Regierung rum, das die Leute gefälligst wieder dort hinziehen sollen und so tun sollen, als währ nix gewehsen. :shock: :shock: :shock: KRASS.

-Die Schule ist wohl weitesgehend Dekon, aber laut dem Vogel, DER WEG DORTHIN NICHT! Der soll, so wie das ganze Dorf, mit Hotspots übersäht sein.( Kein Wunder, Wasserstoffexplosion, Ja nee, is klar und wo kommen dann die Hotspots her, wenn da kein Kernmaterial rumgeschläudert wurde? Lügen, Lügen, nichts als Lügen! :pukeon: )

-Weiter sind die, bis zum Rand gefüllten, Abklingbecken keinesfalls gesichert und befinden sich UNTER FREIEM HIMMEL so dass ein weiters, schwaches Erdbeben, Konterminationen hervorrufen kann, wogegen die eigentlichen Zwischelfälle, wie`n Kaffeekränzchen aussehen.

Ein anderer, etwas älterer Bericht besagte, dass Nr.2 nun doch Endoskopiert werden konnte, mit dem Ergebnis, dass im Inneren des Containments KEINERLEI KERNMATERIAL SICHTBAR SEI, d.H., dass Definitiv eine Schmelze Stattgefunden hat und sich das Material dahin verpisst hat, wo keine Sonne scheint, was eine Bergung/Demontage/Dekontermination quasi unmöglich macht.

Aber heee, was soll`s, zum Glück is Japan weit weg! Öhhhh... jja :cry:

wigor666

Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

Beitrag von wigor666 » 21 Jul 2013, 02:35

Hey, es dampft mal wieder aus Nr.3.

Klar, Regenwasser, :guns: und morgen kommt der Weihnachtsmann mit Schnabel und Flossen dran.

Supi, bei Google Play gibt's App`s, um aus jedem Androidgerät ab 2.2, mit Kamera dran, einen Radioaktivitätszähler zu machen.

Passend dazu, erleichtert und beschleunigt Brüssel, Genemigungsverfahren für neue AKW`s und Reaktoren, wobei die Ganze EU über die dummen Deutschen lacht. Modernisierung statt Ausstieg, dass währe die "Wende" gewesen. So isoliert sich Deutschland immer mehr und der Strom wird immer teurer. DANKÄ, Mutti.

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Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

Beitrag von doelf » 21 Jul 2013, 07:59

Wegen dem Regenwasser steigt ja auch die radioaktive Belastung im Grundwasser und in den Fischen aus dem Meer. Ach ja: Tepco ist jetzt aufgefallen, dass die Mehrzahl der Arbeiter, welche das Kraftwerk nach dem Mehrfachgau gesichert hatten, wohl eine gesundheitschädliche Strahlendosis abbekommen hat. Echt jetzt?!?

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Fukushima leckt täglich 300 Tonnen radioaktives Wasser ins M

Beitrag von doelf » 07 Aug 2013, 14:20

Das japanische Wirtschaftsministerium hat jetzt bestätigt, was viele Experten und Umweltschützer seit Monaten befürchtet hatten: Vom Gelände des havarierten Kernkraftwerks Fukushima Daiichi (Fukushima I) fließen tagtäglich ca. 300 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer.

Am 11. März 2011 wurde das Kernkraftwerk durch ein schweres Erdbeben und eine immense Flutwelle schwer beschädigt. In den Blöcken 1 bis 3 kam es zur Kernschmelze, wobei der genaue Umfang der Schmelze bis zum heutigen Tag nicht feststeht. Über Wochen konnten die Reaktoren nur von außen mit Wasser bespritzt werden, da die Kühlanlagen weitgehend zerstört waren. In den drei übrigen Blöcken mussten Brennstäbe, welche in Abklingbecken gelagert werden, behelfsmäßig gekühlt werden. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden gewaltige Wassermengen kontaminiert.

Die Zwischenlagerung dieser Wassermassen stellte in den vergangenen Monaten ein immer größeres Problem dar. Dennoch behauptete die Betreiberfirma Tepco (Tokyo Electric Power Company) noch im Juni 2013, dass keine Gefahr für das Grundwasser bestehe. Das Betonfundament der Anlage würde eine Verseuchung verhindern. Doch noch im selben Monat wurden im Grundwasser erhöhte Werte der Substanzen Strontium-90 und Tritium festgestellt. Seit Juli steht fest, dass sich im Grundwasser auch hohe Konzentrationen von Caesium-134 und Caesium-137 befinden.

Abermals beschwichtigte Tepco: Mit chemischen Sperren, welche ins Erdreich gespritzt wurden, sollte das Ansteigen des Grundwassers gebremst werden. Auch diese Maßnahme schlug fehl. Laut Tepco hatte man sich auf die Kühlung der Reaktoren konzentrieren müssen und konnte das Ausbringen der chemischen Sperre erst mit Verzögerung angehen. Als wenige Tage zuvor Dampf aus dem Reaktor 3 ausstieg, hatten die Verantwortlichen von verdampfenden Regentropfen gesprochen und neue Schwierigkeiten verneint. Glaubwürdig klingt das alles nicht.

Selbst die japanische Regierung hat angesichts des andauernden Versagens ihre Geduld verloren. Wie Premierminister Shinzo Abe heute mitteilte, glaubt er nicht mehr daran, dass Tepco die mannigfaltigen Probleme in den Griff bekommen kann. Die Regierung will nun selbst tätig werden - knapp zweieinhalb Jahre nach dem Beginn der Katastrophe. In diesem Zusammenhang bestätigte das japanische Wirtschaftsministerium, dass jeden Tag rund 300 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser aus der Atomruine ins Meer laufen. Da bleibt dann auch dem Japaner das Sushi im Halse stecken.

Quelle:
http://www.bloomberg.com/news/2013-08-0 ... s-say.html

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Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

Beitrag von The Grinch » 08 Aug 2013, 05:40

Wenn ein Samurai früher versagte, dann beging er Seppuku!
Bitte, liebe Tepco-Verantwortlichen, seit doch Männer von EHRE.

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Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

Beitrag von doelf » 08 Aug 2013, 07:36

Mir würde es reichen, wenn das TEPCO-Management Tag für Tag 300 Tonnen Wasser saufen müsste. :twisted:

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Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

Beitrag von wigor666 » 10 Aug 2013, 13:00

Auf welchen Daten, soll denn bitte diese Zahl basieren? Pi, mal Auge, mal Nasenscheidewand? Wieviel da genau wohin fliest/versickert, wird niemals jemand genau erfassen koennen. Sicher ist nur, dass es viel zu viel ist. Supi, die Regirung uebernimmt, und nu? Was soll die besser machen/fuer andere Moeglichkeiten haben? Alles Kaese, die Nummer ist durch, das uebersteigt saemmtliche Moeglichkeiten, die Buexe ist auf und die Niemand kann die wieder zu machen

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Fukushima: Strahlung ist laut Tepco 18-mal höher!

Beitrag von doelf » 01 Sep 2013, 14:33

Tepco, der Betreiber des havarierten Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, meldet heute einen dramatischen Anstieg der Strahlung an mehreren Messpunkten. Insbesondere an der Nordseite des Tanks H3 Nummer 4 schossen die Messwerte am 31. August 2013 von 100 mSv/h auf 1.800 mSv/h. Zudem gibt es weiterhin Probleme mit der Dichtigkeit.

Die Erklärung für diesen immensen Anstieg der Strahlung ist überraschend simpel: Die Mitarbeiter des Unternehmens hatten bei ihren vorausgegangenen Messungen am 22. August 2013 Geräte verwendet, die maximal 100 mSv/h erkennen können. Nichtsdestotrotz sind die neuen Messwerte extrem hoch. Für die Nordseite des Tanks H3 Nummer 4 wurden heute an gleicher Stelle 1.700 mSv/h registriert und auf der gegenüberliegenden Südseite hat Tepco mit 1.100 mSV/h ebenfalls einen sehr hohen Wert gemessen.

Tepco versucht die neuen Messungen zu verharmlosen und betont, dass es sich nur um Beta-Strahlung handelt, die eine kurze Reichweite habe und sich mit einer dünnen Metallschicht wirkungsvoll abschirmen lasse. Meldungen, dass eine solche Dosis innerhalb von vier Stunden zum Tode führt, betrachtet Tepco als irreführend. Dazu müsse diese Dosis auf den ganzen Körper einwirken und dieser ungeschützt sein. Die Gamma-Strahlung habe am Tank H3 Nummer 4 lediglich 1 mSv/h betragen, zur Alpha-Strahlung macht der Betreiber keine Angaben. Warum die Strahlung so hoch ist, kann die Firma hingegen nicht erklären.

Auch am Tank H3 Nummer 10 wurde am 31. August 2013 ein erhöhter Wert von immerhin 220 mSv/h gemessen, neun Tage zuvor waren es dort lediglich 70 mSv/h gewesen. Zugleich meldet Tepco ein neues Leck: Aus einem Verbindungsrohr zwischen den Tanks H5 Nummer 5 und 6 tropft radioaktives Wasser. Die Menge sei allerdings sehr gering. Der feuchte Boden unterhalb des Lecks habe einen Messwert von 230 mSv/h geliefert. Am 19. August 2013 waren aus dem Tank H4 rund 300 Tonnen radioaktives Wasser ausgelaufen.

Quelle:
http://www.tepco.co.jp/index-j.html

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