Old Men In New Cars (Gamle mænd i nye biler) [ab 17.3.2005]

Das wollte ich schon immer einmal loswerden...
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Groovy Chick
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Old Men In New Cars (Gamle mænd i nye biler) [ab 17.3.2005]

Beitrag von Groovy Chick » 05 Apr 2005, 23:56

DK 2002, Regie: Lasse Spang Olsen - Darsteller: Kim Bodnia, Tomas Villum Jensen, Nikolaj Lie Kaas, Torkel Petersson, Iben Hjejle, Jens Okking, Brian Patterson - FSK (Deutschland): ab 16 - Länge: 94 min.

Filmstart in Deutschland: 17.3.2005 - wieso bloß hat man uns dieses Meisterstück so lange vorenthalten?? :o

Da ich immer noch hysterisch kichere, überlass ich die ausführliche Kritik mal wieder dem Boardchef (eine recht brauchbare Beschreibung findet man zB hier), aber soviel sei vorweggenommen: Reingehen lohnt sich!!! :lol:

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doelf
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Beitrag von doelf » 13 Apr 2005, 19:26

Das Team von "In China essen sie Hunde" (1999) hat wieder zugeschlagen und liefert eine schräge und schwarzhumorige Krimikomödie von eindeutig nordeuropäischer Prägung ab. Erst vor wenigen Wochen hatte ich hier "Verschwörung im Berlin-Express" ( http://www.psychopope.de/phpBB2/viewtopic.php?t=1333 ) besprochen, und nun mag sich mancher zu recht fragen, ob man im Norden auch normale Filme dreht. Zum Glück nicht!

Wer aus "Old Men In New Cars" kommt, wird sich fragen, was der Titel denn eigentlich aussagen soll. Die Männer sind fast alle mittleren Alters, die Autos ebenfalls nicht mehr taufrisch. Ein Übersetzungsfehler? Nein, auch das Original trägt diesen Titel: "Gamle mænd i nye biler". Betrachten wir den Titel also als künstlerische Freiheit von Drehbuchautor Anders Thomas Jensenund Regisseur Lasse Spang Olsen.

Die Handlung:
Restaurantbesitzer Harald (Kim Bodnia) kommt gerade aus dem Knast und hat ein Problem: Er schuldet Geldhai Ratko (Slavko Labovic) einen Haufen Geld und - wie das bei Geldhaien eben so ist - versteht dieser keinen Spaß. Nun ja, nicht soviel Spaß wie - sagen wir mal - der Postbote. Okay, seien wir ehrlich: Für einen Geldhai ist Ratko verdammt harmlos, trotzdem will Harald zahlen. Um schnell an Geld zu kommen gibt es für ihn nur einen logischen Weg: Ein krummes Ding zu drehen. Seine Kumpel Peter (Tomas Villum Jensen) und Martin (Nikolaj Lie Kaas), die in der Zwischenzeit das Restaurant geführt und sich auf die Entwicklung des perfekten Hefezopfes spezialisiert haben, wollen zwar nichts mehr vom Verbrechen wissen, haben allerdings auch kein Rückgrat und geben Harald gegenüber keine Widerworte. So nimmt das Unglück seinen Lauf.

Da Haralds Ziehvater Munken (Jens Okking) im Sterben liegt, setzt dieser allerdings zunächst andere Prioritäten und verspricht, dessen unehelichen Sohn Ludvig (Torkel Petersson) ans Sterbebett zu holen. Keine leichte Aufgabe, denn Ludvig sitzt im sichersten Knast Schwedens. In einer halsbrecherischen Aktion wird Ludvig befreit und nach Dänemark gebracht, wobei sich unterwegs herausstellt, daß Ludvig ein fatales Problem mit Frauen hat. "Du solltest damit wirklich aufhören", teilt ihm Harald in aller Strenge mit, als eine weitere Frau plötzlich und unerwartet in Ludvigs Gegenwart tot umfällt.

Das sagt auch viel über den Film aus: Die Charaktere sind heillos überzeichnet, ihre Aktionen teilweise Comic-artig überdreht, im Prinzip sind alle völlig unsymphatisch aber irgendwie freundet man sich dennoch mit ihnen an. Das liegt u.a. daran, daß sie immer wieder gotterbärmlich versagen: Vuk (Brian Patterson) ist Spezialist für Elektronik und bekommt keine Glühbirne zum leuchten. Die Geisel Mille (Iben Hjejle) will sich die ganze Zeit selber umbringen. Ratko und seinen Schlägern mißlingt es immer wieder, sich bei Harald Respekt zu verschaffen und Peter und Martin schaffen es nie, ihre eigenen Ziele gegen Harald zu verteidigen.

Nebenbei wird wild geballert, die Leichen stapeln sich im Kühlraum und die Action ist durchaus spektakulär. Definitiv kein Film für Feingeister, doch wer Krimis wie "Snatch" oder "Pulp Fiction" mag, wird auch an den alten Männern seine Freude haben.

13.04.2005,
Michael Doering

quasistationary

Beitrag von quasistationary » 14 Okt 2005, 15:56

* Anmerkung der Redaktion: Benutzer quasistationary macht Werbung für Sexpillen und wurde daher gekillt. *

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Loner
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Beitrag von Loner » 15 Okt 2005, 15:53

also ich fand den überhaupt nicht witzig, vom gefängnisausbruch mal abgesehen.
sapere aude!

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