Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von neO » 10 Mär 2017, 23:59

Krebs durch Fukushimas AKW Super-GAU?
Nein, sowas gibt es doch gar nicht. Jedenfalls nicht bei uns in Japan.
Und die ganze Strahlung ist auch schon weg.
Wir haben jedenfalls so gut wie nichts mehr gefunden. ;)

Wer etwas anderes erzählt fällt eventuell dem Whistleblower Gesetz von 2013 zu Opfer.
Die Strafe war von einem (1) auf zehn (10) Jahre erhöht wurden.
Los trau dich, hier kann jeder sagen was er gesehen hat. ;)
(..)
Auch die Opposition fasst das Thema nicht an, weil sie damals selbst regierte und schwere Fehler machte: Etwa versäumte sie das Verteilen von Jodtabletten und schickte evakuierte AKW-Anwohner versehentlich in radioaktive Wolken. Heute kümmert sich niemand um die Krebskranken in Fukushima. (..)

(..)

(..)Doch die japanische Regierung leugnet weiter jeden Zusammenhang zwischen Strahlung und Krebs: Die Menge an ausgetretenem radioaktiven Material in Fukushima sei deutlich kleiner als in Tscher­nobyl gewesen und die Umgebung schneller evakuiert worden. Die Gesundheitsuntersuchungen bleiben nun auf Fukushima beschränkt, obwohl auch andere Gebiete verstrahlt wurden.(..)
http://taz.de/Sechs-Jahre-nach-dem-GAU- ... /!5387577/


2016
Dazugelernt.
Bei "problematischen Punkten" und "offenen Fragen" wurde das AKW runtergefahren. Bevor es Probleme gab.
(..)
Unterdessen haben Japans Atomkraftgegner kurz vor dem fünften Jahrestag der Fukushima-Katastrophe vor Gericht einen bemerkenswerten Sieg errungen. Ein Bezirksgericht verfügte den Stopp für zwei von vier gerade erst hochgefahrenen Reaktoren. Als Grund wurden "problematische Punkte" und "Fragen" unter anderem zum Schutz vor Tsunami und Evakuierungsplänen im AKW Takahama genannt. Dabei hatten die beiden dortigen Reaktoren die laut Regierung angeblich "schärfsten Sicherheitsauflagen der Welt" erfüllt.(..)
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 31957.html


Nachtrag Krebs:
Wenn mehr gesucht wird, wird mehr gefunden, besonders die Fälle, die vorher noch nicht aufgefallen oder sogar ein Leben lang unbemerkt geblieben währen (vergleiche Brustkrebsscreening in Deutschland), ebenso gibt es, bei aller wissenschaft, auch immer noch falsch positive Ergebnisse.

Das aber, bei in verseuchten Gebieten lebenden oder Strahlung ausgesetzten Menschen generell verdrängt werden soll, dass das Risiko höher ist,
läuft auf Zensur und Selbstzensur hinaus, auch wenn man Panikmache entgegenwirken will.
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von neO » 15 Mär 2017, 20:58

Auch mit Kohle kein Moos.

RWE und Eon trotz staatlicher "Unterstützung" für längere Laufzeiten der Quecksilberschleudernden Kohlekraftwerke, weiter in den Miesen.

(..)
(..)doch ein moderne 800-MW-Großkraftwerke bläst ohne weiteres zwei Millionen Kubikmeter Abgase pro Stunde in die Atmosphäre. Das wären dann je nach Auslastung der Anlage 360 bis fast 500 Kilogramm Quecksilber im Jahr.(..)
https://www.heise.de/tp/news/Quecksilbe ... 70228.html

(..)
Der Energiekonzern RWE hat schon wieder erhebliche Abschreibungen auf seine alten Kohle- und Gaskraftwerke vornehmen müssen, wie er in einer Pressemitteilung wissen lässt. Mit 4,3 Milliarden waren sie sogar noch erheblich umfangreicher als im Vorjahr und Hauptgrund für einen Nettoverlust von 5,7 Milliarden Euro. (..)
(..)
https://www.heise.de/tp/news/Kohle-RWE- ... 53591.html

(..)Auch hier das gleiche Bild wie bei RWE: Die Kohlekraftwerke sind kaum noch etwas wert, obwohl die große Koalition alles unternimmt, sie noch möglichst lange weiter laufen zu lassen. Die FAZ schreibt vom größten Verlust in der Geschichte des Konzerns und beziffert die Wertberichtigung seit Aufspaltung des Unternehmens auf 23 Milliarden Euro.

Der Eon-Vorstand gibt sich dennoch optimistisch, (..)
(..)
https://www.heise.de/tp/news/Eon-Hohe-A ... 54301.html
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von doelf » 17 Mär 2017, 11:17

Wenn eine Industrie die Zeichen der Zeit zu spät erkennt...
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von neO » 20 Mär 2017, 14:26

Eigentich wäre es mal Zeit, ganz plötzlich, viel, viel mehr Regenerative Energien und Energie-Speicher ans Netz zu bringen, damit mal
die explosionsgefährdeten, Atommüll anhäufenden, Uralt-Atomkraftwerke zumindest zum Reparieren vom Netz kommen.

Im Sommer gibt es ja zur Mittagszeit recht zuverlässlich Sonnenenergie (Wetterbericht, Wolkenfilm).
Da könnten ein paar Großverbraucher ihren Verbrauch dran hoch und runterfahren.
(Hmm, morgen Wolken... Dann backen wir dann etwas weniger Tiefkühlpizzen pro Stunde und lassen das Back- und dann das Gefrierband langsamer laufen oder machen mal ne Pause ;))

Da bräuchte man dann keine kalten Füße in Frankreich zu bekommen.
Und hätte dennoch Tiefkühlpizzas :)
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von neO » 22 Mär 2017, 09:33

Brandneue Technik auf Island, unerprobt:

"Strom aus dem Vulkan"
Genau 4659 Meter erreichte die Bohrung des Iceland Deep Drilling Project (IDDP) Anfang 2017. Damit stießen die Ingenieure so tief vor wie kein Erdwärmeprojekt vor ihnen. Vor allem aber bohrten sie (..)
(..)

(..)
Noch niemand hat auf Dauer aus überkritischem Wasser Strom gewonnen. Messungen müssen beispielsweise klären, ob in der Tiefe genug Porenwasser nachfließt, dessen Dampf dann an der Oberfläche direkt genutzt werden kann – oder ob es sinnvoller ist, kaltes Wasser von oben einzuleiten, damit es sich im hyperkritischen Bereich erhitzt. Auch müssen neue Materialkombinationen (..)
(..)

Verhältnisse wie auf Island gibt es auch in Italien, im Westen der USA, in Neuseeland, auf den Philippinen, in Indonesien oder im ostafrikanischen Grabenbruch. (..)
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 60940.html
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von neO » 22 Mär 2017, 21:15

Stromspeicher mit Photovoltaik auf dem Dach wirtschaftlich, Rechnung:
(..)
(..)hat für ein typisches photovoltaikbestücktes Einfamilienhaus mit Batteriespeicher berechnet, was der Besitzer sparen kann. Auf dem Dach sind Solarmodule mit vier Kilowatt Leistung installiert, im Keller hängt ein Speicher mit 6,6 Kilowattstunden Energieinhalt. Die Rechnung geht von einem Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden aus. Der Eigenverbrauch liegt bei 2.700 Kilowattstunden, an sonnigen Tagen reicht der Solarstrom, um insgesamt 1.200 Kilowattstunden ins Netz einzuspeisen und dafür EEG-Umlage zu kassieren. Hat die Familie vorher 1.200 Euro pro Jahr für ihren Strom bezahlt, sind es nun nur noch 240 Euro. Die komplette Anlage, die nach heutigem Stand 11.000 Euro plus 4.000 Installation kostet, hat diese Investition nach 14 Jahren wieder eingespielt, wobei Alterung der Anlage und Strompreiserhöhungen eingerechnet sind.
(..)
https://www.heise.de/tr/artikel/Das-Sma ... 57146.html

Wer mag nachrechnen oder findet Unstimmigkeiten?
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von doelf » 23 Mär 2017, 14:26

"wobei Alterung der Anlage und Strompreiserhöhungen eingerechnet sind"

Also auch der Austausch defekter Bauteile? Oder nur der Effizienzverlust?
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von neO » 23 Mär 2017, 19:20

Ich tippe das mit dem "best case" gerechnet wurde, also nur Effizienzverlust.
Sozusagen "Nichts geht nach der Garantiezeit kaputt."
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von doelf » 23 Mär 2017, 20:04

Und auch keine Neubeschaffung, denn ewig hält nichts. Ergo: Wenn es 14 Jahre hält, macht man vermutlich keine Miese. Macht die Anlage nach 10 Jahren schlapp, ist man der Dumme.
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von neO » 24 Mär 2017, 10:48

Erdöl wird bald weniger Wert sein. Regenerative Energien sind günstiger.



Energie-Strahlung (Sonne) und deren thermischen Folgen (Wind) auffangen statt sie als längst vergangene Fossillien hochzusaugen und dann zu verbrennen. Kommt günstiger und es muss nicht Kohlenstoffdioxid aus alten fossilen Speichermedien freigesetzt werden. (Geschweige denn Quecksilber und den ganzen anderen Dreck der dabei in die Athomsphäre geschleudert wird...)




Erdölpreis stabilisiert sich auf die (nun günstigeren) Gestehungskosten(?) der US-Frackingindustrie bei "30 bis 40 Dollar". (?)
USA, Iran, Russland und Saudi Arabien konkurrieren im Angebot.
Erdöl Preise steigen nicht.
Später verdrängen Regenerative Energien und Elektroantriebe statt Verbrennungsmotoren einen Teil der Nachfrage.



"Für das Erdöl wird es eng"
(..)
(..)So meint zum Beispiel Dieter Helm, dass der Umstieg auf Strom den Markt aufmischen wird. "Erdöl bleibt nur bedeutend, wenn der Klimawandel nicht als wichtig erachtet wird und wenn es keine Alternativen zum Öl gibt. Warum haben wir aber Strom?", erklärt er im Interview.

Der britische Energieexperte geht davon aus, dass die nächsten großen Umwälzungen noch nicht einmal richtig begonnen haben. Er sieht, unter Berücksichtigung der Inflation, eher fallende Ölpreise am Horizont. Helm glaubt, dass sich durch verschiedene industrielle Revolutionen, die derzeit gerade stattfinden, die Nachfrage nach Öl eben nicht weiter steigen wird, wie es vor allem Ölproduzenten glauben und hoffen. "Der Petrochemie wird durch neue Materialien wie Graphen das Leben schwergemacht werden. Dadurch könnte aus Erdöl erzeugtes Plastik verdrängt werden." (..)
Und Quelle:
https://www.heise.de/tp/features/OPEC-T ... ml?seite=1
https://www.heise.de/tp/features/OPEC-T ... ml?seite=2

Link im Artikel zum einem Interview mit Dieter Helm:
https://www.nzz.ch/finanzen/oekonom-die ... -ld.151841

Nachtrag, momentan:
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http://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis
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