Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von neO » 02 Nov 2018, 11:16

Gesamtkosten / Kosten pro km

Teslas "Model X" angeblich günstiger als ein "Audi SQ7 TDI"


Laut ADAC
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 09264.html
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von doelf » 02 Nov 2018, 15:49

Im Luxus-Segment mit fetter Ausstattung spielt der Antrieb preislich keine so große Rolle.
Allerdings erwarten die Käufer hier lange Reichweiten und die kann derzeit nur Tesla bieten.

Bei den "Brot und Butter" Modellen sowie bei preiswerten Fahrzeugen treibt der Akku derweil die Kosten in die Höhe.
Wer zum Preis eines Golf-Klasse-SUV ein e-Auto mit ohne Ausstattung kaufen kann, greift daher nur selten zum Elektroantrieb.

Und das ist das Kreuz mit der e-Mobilität: Sie ist ideal für abgasfreie Kurzstreckenfahrzeuge, doch hier stimmt der Preis nicht.
In der gehobenen Klasse wird der e-Antrieb bezahlbar, aber hier fehlt es an Reichweite und praxisgerechten Schnelllademöglichkeiten.

Gruß

Michael
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von The Grinch » 03 Nov 2018, 06:53

Und dann ist da noch die Abzocke, der Fahrzeugherstellern, mit den Energiespeichern!
Die geht ja nicht ins Eigentum des Fahrzeugkäufers über, den darf er nur "Mieten" ….

Und wenn ich so sehe wie sich deutsche Hersteller großzügig gegenseitig auf die Schulter klopfen,
was die doch für geile Hengste sind, und wie ach so toll ihre Elektromobilität ist, kann ich gar nicht so viel Kotzen wie ich essen könnte!

Deutsche Hersteller sind noch von echter Elektromobilität so weit weg wie eine Kuh vom Fliegen.

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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von neO » 03 Nov 2018, 21:35

Afaik gibt es sowohl Modelle die nur Eigentumsakkus anbieten als auch Modelle mit nur Mietakkus.
Bei einigen darf man sich sogar selber entscheiden was man lieber hätte.
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von The Grinch » 04 Nov 2018, 06:45

Aber ganz sicher nicht bei den "Brot und Butter" Fahrzeugen!
Denn diese Kategorie läßt sich so herrlich abzocken - ist ja auch nur die doofe breite Masse.

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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von doelf » 04 Nov 2018, 09:15

Da hat sich schon einiges geändert. Vorreiter bei der Miete war Renault, doch für die aktuelle Zoe kann man den Akku auch kaufen:
Die Batterie des Renault ZOE bieten wir zur Miete und zum Kauf an.

Batteriekauf

Kaufen Sie Ihren Renault ZOE inklusive der Batterie. Der Einstiegspreis für den ZOE LIFE mit Batteriekauf liegt bei 29.900€. Sie erhalten bis zu 8 Jahre bzw. 160.000 km Garantie auf die Antriebsbatterie. Fragen Sie bitte Ihren Renault Partner nach den genauen Bedingungen für Garantie und Service.

Unser Batteriemietangebot

Sie erhalten einen passenden Vertrag je nach gewünschter jährlicher Kilometerlaufleistung. Während der Vertragsdauer besteht die Möglichkeit die Laufleistung anzupassen.
Siehe: https://www.renault.de/modellpalette/re ... ekauf.html
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von The Grinch » 05 Nov 2018, 05:50

Löblich, ganz ehrlich gemeint!!

Und da sind dann noch die geilen Hechte der deutschen Hersteller, bei denen ist mir nicht bekannt das man hier was kaufen könnte.
Und genau die sind es welche die Klappe immer am weitesten aufreissen.

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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von neO » 07 Nov 2018, 11:56

Heises Technology Review meint, deutsche E-Autos bräuchten eine eigene Akkuproduktion um zukunftsfähig zu sein.

Die Wertschöpfung läge bei einigen E-Autos mit über 55% bei den Akkuherstellern die gleich den Antriebsstrang und die Technik dazuliefern.
https://www.heise.de/select/tr/2018/12/1542682562594090
(In ein paar Tagen als Volltext auch frei zu lesen)





Was bleibt?


Da bleibt den Autobauern nur noch ein schöne Hülle mit Rädern und Extras.
Vielleicht reicht das den meißten.
Groß werden sie damit nicht werden/bleiben.


Beispiel Solarpanels?
Bei Solarpanels ruinierten sich selbst in China viele Produktionsriesen gegenseitig mit einer Überproduktion und zu niedrigen Preisen.

Bei der Akku-Zellenproduktion ist es wohl ähnlich.
Solange jedoch die Nachfrage hoch ist, könnte sich das noch lohnen.

Danach gibt es wahrscheinlich nur noch ein paar große Firmen auf jedem Kontinent, die Überleben werden.

Und richtig groß werden nur die E-Motorbauer.
Die, mit dem Komplettpaket Motor, Akku, Leistungselektronik, Entertainmentelektronik, für die leere Hülle.

Gruß neO
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von doelf » 07 Nov 2018, 13:56

Energiespeicher und Brennstoffzelle sind die Techniken, die man beherrschen muss. Normale Verbrennungsmotoren werden auf lange Sicht aussterben. Der elektronische Antriebsstrang ist einer unproblematischer und wartungsarm, zudem kann man die Abgaserzeugung an wenigen Stellen bündeln und leiser sind die Teile auch noch. Es spricht somit wenig für Benzin und Diesel, sobald auf der E-Seite die Kosten und die Reichweiten ein alltagstaugliches Niveau erreichen.

Gruß

Michael
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Re: Kolumne: Deutsche Verbrennungsmotorenindustrie und das Elektroauto "der Zukunft"

Beitrag von The Grinch » 08 Nov 2018, 05:55

doelf hat geschrieben:
07 Nov 2018, 13:56
Der elektronische Antriebsstrang ist einer unproblematischer und wartungsarm,
Vergiss nicht "viel Dynamischer"!

Allerdings wird unsere Industrie alles daran setzen das "unproblematisch und Wartungsarm" aus dem Land der rosa Einhörner kommen wird,
denn mit den beiden Begrifflichkeiten lässt sich kein Geld verdienen.
Da fällt dann plötzlich so eine Definition wie "geplante Obsoleszenz".

Die Industrie hat kein Interesse an Produkten die langlebig und Wartungsarm sind.

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