Meltdown und Spectre: Intel beziffert die Leistungseinbußen

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doelf
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Meltdown und Spectre: Intel beziffert die Leistungseinbußen

Beitrag von doelf » 11 Jan 2018, 18:26

Intel hat für die Leistungsdefizite, welche durch die aktuellen Maßnahmen gegen die Meltdown- und Spectre-Angriffe verursacht werden, erstmals konkrete Zahlen genannt. Während es kaum negative Auswirkungen auf die reine Rechen- oder Grafikleistung gibt, werden SSDs spürbar ausgebremst und auch bei Web-Applikationen lassen sich die Auswirkungen mitunter wahrnehmen. Allerdings hat Intel nur die CPU-Generationen Coffee Lake, Kaby Lake und Skylake betrachtet, bei denen die Einbrüche noch am harmlosesten sind.

SYSmark2014 SE: SSDs werden gebremst
Die deutlichsten Ausschläge zeigen sich bei SYSmark2014 SE im Durchlauf "Responsiveness", wenn Windows 10 verwendet wird und im System eine SSD steckt. Hier liefert der Coffe Lake nur noch 88 Prozent seiner bisherigen Leistung, Kaby Lake rutscht auf 86 Prozent ab und Skylake fällt bis auf 79 Prozent zurück. In Verbindung mit Windows 7 erreicht der Skylake überraschender Weise 89 Prozent und in Kombination mit Windows 7 und einer Festplatte legt der Skylake sogar um einen Prozentpunkt zu. Die übrigen SYSmark2014-Disziplinen liefern Werte zwischen 90 und 98 Prozent, die sich im Alltag kaum bemerkbar machen.

PCMark 10: Nur geringe Einbußen
Auch bei PCMark 10 bewegen sich die Ergebnisse zwischen 93 und 99 Prozent. Klare Unterschiede zwischen den CPU-Generationen lassen sich dabei nicht erkennen und auch Windows 7 reagiert nicht anders als Windows 10. Diese Zahlen belegen zwar einen Leistungseinbruch, doch dieser ist so gering, dass man ihn bei der täglichen Arbeit nicht bemerken wird.

3DMark Sky Diver: Keine Auswirkung auf DX11-Spiele
3DMark Sky Diver liefert Werte zwischen 97 und 101 Prozent, welche sich allesamt im Bereich der Messtoleranz bewegen. Am ehesten ist noch bei den Physikberechnungen ein minimaler Einbruch zu erkennen, doch merken wird man davon nichts. Die Unterschiede zwischen den CPU-Generationen sind marginal, gleiches gilt für die beiden Windows-Versionen.

WebXPRT 2015: Das Web leidet
Auf Web-Applikationen haben die Korrekturen eine größere Auswirkung, die sich zumindest messtechnisch eindeutig belegen lässt. Beim Coffee Lake sinkt die Leistung unter Windows 10 auf 92 Prozent, während Kaby Lake und Skylake bis auf 90 Prozent absacken. Unter Windows 7 schlägt sich der Skylake mit 95 Prozent deutlich besser und selbst nach dem Tausch des SSD gegen eine herkömmliche Festplatte erreicht der Skylake hier noch 92 Prozent. Man muss allerdings festhalten, dass Intel hier den modernen Webbrowser Edge (Windows 10) mit dem betagten Internet Explorer 11 (Windows 7) und somit Äpfel mit Birnen vergleicht!

Quelle:
https://newsroom.intel.com/wp-content/u ... -Table.pdf
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