LibreOffice 6.3.0: Erste Beta-Version erhältlich

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LibreOffice 6.3.0: Erste Beta-Version erhältlich

Beitrag von doelf » 05 Jun 2019, 15:55

Die erste Beta-Version von LibreOffice 6.3.0 liegt zum Download bereit. Sie lässt sich parallel zu den stabilen Ausgaben installieren und verwenden, so dass einem Test nichts im Wege steht. Die Freigabe der finalen Version 6.3.0 ist für die Woche vom 5. bis zum 11. August 2019 geplant. Abgesehen vom "Tipp des Tages" gibt es zahlreiche Verbesserungen und ein Zensurwerkzeug.

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Korrekturen und Kompatibilität
Nachdem LibreOffice 6.3.0 Alpha 1 stolze 734 Korrekturen gebracht hatte, sind es bei der ersten Beta-Ausgabe nochmals 141. Darunter finden sich auch zahlreiche Absturzursachen, Inkompatibilitäten beim Im- und Export von Dateiformaten sowie Probleme mit bestimmten Betriebssystemen. LibreOffice 6.3.0 Beta 1 gibt es für die 64-Bit-Varianten von macOS und Linux (KDE 5 und Qt5) sowie für Windows 7 bis 10 (32 und 64 Bit). Für Windows wurde ein richtiger Kommandozeilen-Modus implementiert und 64-Bit-Systeme finden endlich den Scanner. Dies gelingt dank des Programms twain32shim.exe, welches auch mit 32-Bit-Treibern harmoniert. Unter macOS zeigt die Statusleiste nun an, ob Einfügen oder Überschreiben aktiv ist. Java 5 wird nicht mehr unterstützt, die neue Mindestanforderung ist Java 6.

Neu: Schwärzen wie die Profis
LibreOffice 6.3.0 bietet die Möglichkeit, vertrauliche Inhalte zu schwärzen. Dies geschieht mit Hilfe eines Rechtecks oder freihändig. Die derart zensierten Dokumente lassen sich dann ins PDF-Format exportieren, wobei man statt einer schwarzen auch eine weiße Überlagerung wählen kann - dies spart beim Ausdruck Toner bzw. Tinte. Auf diese Weise erstellte PDF-Dokumente enthalten keinen auswählbaren Text, sondern bestehen vielmehr aus einer Pixelgrafik. Hierdurch wird sichergestellt, dass die verborgenen Inhalte nicht nur unsichtbar, sondern gar nicht mehr vorhanden sind.

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Neu im Writer
Eingabefelder für Variablen lassen sich im Writer ab sofort inline bearbeiten, was bisher nur bei Funktionen möglich war. Setzt man ein Hintergrundbild, bedeckt dieses die gesamte Seite und nicht nur den bedruckbaren Bereich innerhalb der Seitenränder. Der Export von Lesezeichen, die Verarbeitung umfangreicher Tabellen, die Arbeit mit eingebetteten Schriftarten und der Umgang mit bestimmten ODT-Dateien wurde spürbar beschleunigt.

Neu in Calc
Calc hat ein neues Dropdown-Widget für Formeln erhalten, der Dialog zu statistischen Stichproben wurde erweitert und das Währungszeichen für den russischen Rubel wurde eingepflegt. Eine Funktion für Fourier-Transformationen wurde ergänzt und für die Erstellung von Statistiken eingebunden. Leistungsverbesserungen gibt es für das Laden der Dateiformate .XLSX und .ODS sowie beim Schreiben von .XLS-Tabellen. Auch das Rendern läuft nun schneller.

Neu in Impress und Draw
In Impress kann man Animationen mit Hilfe von Drag & Drop umsortieren. Wer Ebenen über Makros manipuliert, kann die Option "WriteLayerStateAsConfigItem" auf falsch setzen und damit erzwingen, dass der Status der Ebenen ODF-konform geschrieben wird, um Inkonsistenzen zu vermeiden. Voreingestellte OOXML-Formen, wie sie in PowerPoint und SoftMaker zum Einsatz kommen, lassen sich in LibreOffice nun besser greifen und verändern.

Benutzeroberfläche und Design
Da Mozilla die Programmierschnittstelle für Firefox Personas kräftig umgebaut hat, haben die Entwickler die Unterstützung für diese Themen gestrichen und nutzen nun eigene "LibreOffice Themes". Ein weiterer Ausbau dieser Funktionalität soll in den kommenden Monaten erfolgen. Das Icon-Thema Karasa Jaga hatte bisher 22 x 22 Pixel große Symbole verwendet, während alle anderen Themen auf 24 x 24 Pixel setzten. Dies wurde nun angeglichen und zugleich eine Vektorgrafik-Version (.SVG) erstellt. Auch das Thema Sifr hat eine umfassende Überarbeitung erfahren. Die sechs Elemente der Werkzeugleiste "Weitere Steuerelemente" wurden in "Formular-Steuerelemente" integriert. Die maximale Breite der Seitenleiste ist nicht mehr auf 400 Pixel limitiert und die Tabs in Calc und Draw wurden neu gestaltet, um sie sichtbarer zu machen und ihre Verwendung zu erleichtern. Bei der Formel-Eingabe von Calc wurden ebenfalls visuelle Probleme beseitigt.

Wie geht es weiter?
Eine zweite Beta-Version hält die Document Foundation für optional, bei Bedarf wird sie zwischen dem 17. und 23 Juni 2019 eingeschoben. Fest eingeplant sind derweil drei Veröffentlichungskandidaten (RC1: 1. bis 7. Juli; RC2: 15. bis 21. Juli; RC3: 29. Juli bis 4. August), welche LibreOffice 6.3.0 binnen fünf Wochen zur notwendigen Reife führen sollen.

Download: LibreOffice 6.3.0 Beta 1
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