Arbeitsspeicher: Handelskonflikt lässt Preise kräftig steigen

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Arbeitsspeicher: Handelskonflikt lässt Preise kräftig steigen

Beitrag von doelf » 03 Aug 2019, 18:53

Die Preise für Arbeitsspeicher sind am DRAM-Spot-Markt in Taiwan im Laufe des Juli kräftig gestiegen. Dies liegt aber nicht an leeren Lagern oder einer gestiegenen Nachfrage, sondern an einem Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea. Ausgangspunkt sind Entschädigungsforderungen der Südkoreaner für Zwangsarbeiter während der japanischen Besetzung zwischen 1910 und 1945. Japan verweigert diese und hatte im Juli aus Protest Handelbeschränkungen gegen südkoreanische Technologiefirmen verhängt.

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Für den Speichertyp DDR4-2133/2400 8Gb 1Gx8 musste man am gestrigen Handelstag im Schnitt 3,633 US-Dollar auf den Tisch legen und das sind 18,49 Prozent mehr als Anfang Juli. Dies egalisiert den Preisverfall von Juni und Mai, denn in den Vormonaten war dieser Kurs um 10,51, 9,68, 16,34 bzw. 16,85 Prozent abgestürzt. Dennoch: Seit August 2018 ist der Preis dieser Chips um 53,97 Prozent gefallen.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 2,083 US-Dollar, was einem Anstieg um 20,34 Prozent im Vergleich zum Vormonat bedeutet. Auch dies entspricht in etwa dem Preisrutsch der beiden Vormonate (5,15 und 15,47 Prozent). Davor war der Kurs um 7,81, 15,6 bzw. 7,72 Prozent eingebrochen. Ziehen wir den Vorjahreszeitraum heran, sind die 4Gb-DDR4-Chips um 46,18 Prozent billiger geworden.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,670 US-Dollar gezahlt, was einen Aufschlag von 16,46 Prozent bedeutet, nachdem die Monate davor Kursverluste von 6,96, 15,51, 9,9 und 11,94 Prozent gebracht hatten. Nach wie vor bekommen DDR3-Käufer die meisten GiB je Euro. Der Blick auf August 2018 offenbart einen Einbruch um 48,01 Prozent.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1112 US-Dollar wert und notierte damit um 1,48 Prozent schwächer als Anfang Juli. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar 4,09 Prozent eingebüßt. Unser Rat lautet daher: Schnell kaufen, bevor der Preisanstieg voll durchschlägt. Oder abwarten, denn durch den Konflikt werden die Überbestände auch nicht weniger.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

Quelle:
https://dramexchange.com/
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