Arbeitsspeicher: 8Gb-Chips werden immer billiger

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Arbeitsspeicher: 8Gb-Chips werden immer billiger

Beitrag von doelf » 02 Nov 2019, 17:54

Im Juli hatte Japan Beschränkungen für die Ausfuhr elektronischer Bauteile wie Speicherchips gegen sein Nachbarland Südkorea verhängt. In der Folge waren insbesondere die Kurse für DRAM-Speicher sprunghaft angestiegen. Nun, da die Exportbeschränkungen wieder gelockert wurden, geht der Preisverfall bei den DDR4-Chips ungebremst weiter.

Als Grund für die Ausfuhrbeschränkungen hatte Japan Sicherheitsbedenken gegenüber südkoreanischen Technologiefirmen angeführt. Diese habe man zwischenzeitlich ausräumen können. Tatsächlich war Japan jedoch über Entschädigungsforderungen der Südkoreaner für Zwangsarbeiter während der japanischen Besatzung zwischen 1910 und 1945 erbost. Dieser Konflikt schwelt schon seit Jahrzehnten und belastet die beiden Länder immer wieder. Doch trotz aller Spannungen scheint man es derzeit nicht auf einen ausufernden Handelskrieg anzulegen, schließlich hat man mit den USA und China ein abschreckendes Beispiel vor Augen. Doch kommen wir zum Arbeitsspeicher:

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Für den Speichertyp DDR4-2133/2400 8Gb 1Gx8 musste man am Freitag im Schnitt 2,880 US-Dollar (-6,89%) auf den Tisch legen, womit wir den Kurs von Juli (3,066 US-Dollar) nun wieder deutlich unterbieten. In den Vormonaten war der Preis bereits um 7,03 und 8,42 Prozent gefallen. Ziehen wir den Vorjahreskurs heran, ist sind die 8Gb-Chips um beachtliche 58,34 Prozent billiger geworden. Mehr Speicher pro US-Dollar bekommt man nicht.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,730 US-Dollar. Zu Beginn des Vormonats waren es 1,877 US-Dollar (-7,83%) gewesen, im September und August hatte dieser Kurs um 1,05 bzw. 9,89 Prozent nachgegeben. Auch die 4Gb-Chips unterschreiten inzwischen den Stand von Anfang Juli (1,731 US-Dollar), wenn auch nur ganz knapp. Seit November 2018 ist der Preis dieser Chips um 45,82 Prozent abgerutscht.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,556 US-Dollar gezahlt. Das ist zwar weniger als bei den DDR4-Chips, doch vom Stand Anfang Juli (1,434 US-Dollar) sind wir hier noch weit entfernt. Im Oktober hatten sich die DDR3-Chips nur um 1,95 Prozent verbilligt und im September war es ein Minus von 1,61 Prozent gewesen. Ein Blick auf November 2018 offenbart einen Preisrückgang um 46,05 Prozent.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Am Freitag war ein Euro zum Handelsschluss 1,1166 US-Dollar wert und notierte damit um 1,7 Prozent stärker als Anfang Oktober. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro allerdings 1,95 Prozent eingebüßt. Für die kommenden Wochen erwarten wir einen weiteren Preisverfall bei allen DDR4-Chips. Wie viel Spielraum es bei den DDR3-Chips noch gibt, bleibt indes abzuwarten, schließlich werden dort die Fertigungskapazitäten heruntergefahren.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

Quelle:
https://dramexchange.com/
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