Metz verspricht Nachhaltigkeit "Made in Germany"

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doelf
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Metz verspricht Nachhaltigkeit "Made in Germany"

Beitrag von doelf »

Früher versprach die ursprünglich als Warnung vor deutschen Produkten gedachte Kennzeichnung "Made in Germany" nicht nur im Automobilbereich innovative Produkte von höchster Qualität, sondern auch bei der Unterhaltungselektronik. Doch im Laufe der 80er Jahre übernahmen japanische Unternehmen, welche inzwischen von chinesischen Herstellern verdrängt wurden, die Marktführerschaft. Und so überrascht es heutzutage, dass weiterhin Fernseher in Deutschland entwickelt und produziert werden - inklusive der Software.

Als in Fernsehgeräten noch Bildröhren eingebaut wurden, war Deutschland einer der wichtigsten Produktionsstandorte für innovative Elektrogeräte. Damals spielten Firmen wie AEG, Blaupunkt, Graetz, Grundig, Nordmende, Saba, Telefunken und Wega weltweit ganz oben mit und waren technologisch über lange Zeit führend. Heute existieren die einst großen Namen nur noch als Marken, welche teilweise von mehreren Produzenten für unterschiedliche Produktkategorien verwendet werden. Insbesondere die TV-Apparate, welche wir heute im Handel finden, werden überwiegend in der Türkei oder China gefertigt. Doch in Zeiten gestörter Lieferketten und steigender Energiepreise scheint ein Umdenken angesagt. Kurze Wege, faire Fertigungsbedingungen und vertrauenswürdige Software rechtfertigen einen Aufpreis, sofern die Geräte entsprechend langlebig sind.

Hier soll die Premium-Marke "Metz Classic" punkten und zwar mit einer Mischung aus Tradition, Nachhaltigkeit und Qualität. Metz wurde am 28. November 1938 von Paul Metz in Nürnberg gegründete und erlangte mit Unterhaltungselektronik und Blitzgeräten Bekanntheit. Seit 1957 befindet sich die Firmenzentrale im fränkische Zirndorf, wo Metz auch in die Kunststoffproduktion einstieg. Nach einer Insolvenz im Jahr 2014 wurden die Bereiche Blitzgeräte und Kunststofftechnik von der Daum-Gruppe aus Fürth übernommen, die Unterhaltungselektronik ging an den chinesischen TV-Hersteller Skyworth. Doch im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Firmen blieb bei Metz nicht nur die Marke erhalten, sondern auch die deutsche Firmenzentrale samt Entwicklung und Produktion.

Die Fernseher von "Metz Classic" werden in Zirndorf gezielt für die Bedürfnisse deutscher und europäischer Kunden entwickelt und endmontiert. Die dabei verwendeten Komponenten kommen, da darf man sich nichts vormachen, größtenteils aus China. Das Unternehmen sieht seine Produkte als Komplettlösungen, welche verschiedenste Empfangsteile, Digitalrecorder sowie leistungsstarke Lautsprecher integrieren. Die Käufer können sich daher den Kauf zusätzlicher Peripheriegeräte wie Soundbars sparen und so nicht nur den bei der Produktion anfallenden CO2-Ausstoß sondern auch ihren eigenen Stromverbrauch reduzieren. Doch Nachhaltigkeit bedeutet auch Langlebigkeit, welche Metz über eine hochwertige Verarbeitung und den Einsatz haltbarer Materialien sicherstellen will.

Sollte doch mal etwas kaputt gehen verspricht Metz über Jahre die Reparierbarkeit seiner Geräte. Genau wie die Fertigung befindet sich auch die Service- und Reparaturzentrale in Zirndorf. Und dort werden nicht, wie in der Branche üblich, komplette Geräte oder ganze Platinen getauscht, sondern gezielt Fehler behoben. Das verringert den stetig wachsenden Berg von Elektroschrott. Laut Geschäftsführer Dr. Norbert Kotzbauer hält Metz Ersatzteile "weit über den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum hinaus vor", so dass auch "ein vor sieben Jahren gekauftes TV-Modell noch repariert werden kann". Der Fachhandel ist dabei ein integraler Bestandteil des Service-Konzepts, da defekte Geräte nur dann eingeschickt werden, wenn die lokale Werkstatt die Reparatur nicht durchführen kann.

Beim Vertrieb von "Metz Classic" setzt das Unternehmen ebenfalls auf den Fachhandel und dessen Beratungskompetenz. Und damit es nicht zu einer vorzeitigen Obsoleszenz aufgrund veralteter Software kommt, kümmert sich Metz auch um diesen Aspekt "mittels regelmäßiger Software-Pflege und Updates über viele Jahre mit Funktionalitäten und Sicherheits-Aktualisierungen". Das klingt vielversprechend, ist aber nicht billig. Wenn man plant, ein TV-Gerät für zehn Jahre oder länger zu nutzen, können sich die höheren Anschaffungskosten allerdings durchaus lohnen. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass die Modelle der Marke "METZ blue" zwar günstiger sind, aber allesamt in China produziert werden. Und statt der eigenen in Deutschland entwickelten Software kommt dort Android TV zum Einsatz.

Quelle:
https://metz-ce.de/presse/pressemitteil ... in-germany
Das Platin. Die Platine. Der Platiner?
Ich plädiere auf eine stimmungsabhängige Geschlechtswahl für alle Wörtinnen :twisted:
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