VIA bleibt dem Chipsatzgeschäft treu

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doelf
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VIA bleibt dem Chipsatzgeschäft treu

Beitrag von doelf » 06 Jul 2007, 11:58

Bereits seit dem Frühjahr wird darüber spekuliert, ob der taiwanesische Hersteller VIA sein Chipsatzgeschäft komplett schließen oder zusammen mit der Prozessorsparte ausgliedern würde. Insbesondere die fehlende Lizenz für Intels kommende FSB1333 Prozessoren wurde von einigen Analysten als Problem bewertet. VIA wird dem Chipsatzgeschäft aber auch weiterhin treu bleiben - allerdings mit neuen Schwerpunkten.

VIA konzentrierte sich in den letzten Jahren auf preiswerte Chipsätze für die Prozessoren von AMD und Intel und ist auf diesem Massenmarkt auch recht erfolgreich. Insbesondere seit ATi als Lieferant von Chipsätzen für preiswerte Sockel LGA775 Mainboards ausfiel, konnte VIA viele Kunden (zurück-)gewinnen. In Zukunft will sich der Hersteller allerdings mehr auf Chipsätze für die hauseigenen C7 Prozessoren konzentrieren, die in den Bereichen UMPCs, Thin Clients, industrielle PCs, Kassen und Multimediageräte Einsatz finden. In den letzten Jahren verzögerten sich neue Chipsätze für den C7 regelmäßig, eine Schwachstelle der Entwicklung, die VIA nun abstellen will. Inwiefern sich dies auf die Produkte für fremde Prozessoren auswirken wird, bleibt abzuwarten.

Quelle:
http://www.digitimes.com/mobos/a20070706PD212.html

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The Grinch
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Beitrag von The Grinch » 06 Jul 2007, 12:44

Hat einer schon mal fest gestellt das "Anal"ysten was für den "ANUS" sind?

Was die in den letzten Monaten für einen Unfug verbreitet haben :evil:

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Pizzaesser
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Beitrag von Pizzaesser » 06 Jul 2007, 14:29

Meine letzten 4 Mainboards waren mit VIA-Chipsätzen, war immer glücklich damit :cry:
Kann mir allerdings gut vorstellen dass sich andere Geschäftsfelder gewinnspannenmäßig mehr lohnen als der PC Bereich, vor allem in Relation zum Entwicklungsaufwand.

Peter M.
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Beitrag von Peter M. » 06 Jul 2007, 19:23

Wenn man's zwischen den Zeilen liest:

Intel will Lizenzgebühren, wenn man Chipsätze für ihre Prozessoren baut - bei jeder winzigen Änderung wieder neu. Außerdem ist ein Lizenznehmer, der selber Prozessoren baut, sowieso grundverdächtig.

AMD hat einen lizenzfrei offenen Bus, der sich sowieso seltenst ändert.

VIA hat einen hauseigenen Bus für den C7, der durchaus Weiterentwicklung vertragen kann.

Sprich, VIA könnte durchaus folgenden Gedankengang haben: Intel ist blöd, für AMD haben wir alles nötige am Start, also schieben wir mal unseren eigenen Kram mit mehr Kraft vorwärts.

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Beitrag von The Grinch » 07 Jul 2007, 04:41

Peter M. hat geschrieben:Sprich, VIA könnte durchaus folgenden Gedankengang haben: Intel ist blöd, für AMD haben wir alles nötige am Start, also schieben wir mal unseren eigenen Kram mit mehr Kraft vorwärts.
Als wenn nvidia besser wäre!?
Verlangt nvidia für ihre BIOSse nicht auch jedesmal Kohle? (selbst wenn die die Programmierung vergeigen)

Peter M.
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Beitrag von Peter M. » 07 Jul 2007, 09:11

BIOS-Lizenzen sind ein anderes Thema als Hardware-Lizenzen. Erstere drückt der Boardhersteller an den BIOS-Lieferanten ab, und die wieder pflegen engste Verbindungen zu den Chipherstellern. Immerhin kriegt auch ein Intel oder ein NVidia ohne AMI und Phoenix im wesentlichen nix gebacken ... und andererseits ist überraschend wenig Code im BIOS tatsächlich spezifische Chipsatz-Initialisierung.

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Beitrag von The Grinch » 08 Jul 2007, 06:14

Und dennoch schaffen es die Mädel darin soviel zu verbocken :roll:

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doelf
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Beitrag von doelf » 08 Jul 2007, 20:53

Oh ja! Wenn man den Overclocking-Murks reduzieren würde, könnte man vielleicht mal grundlegende Probleme beheben :-(

Peter M.
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Beitrag von Peter M. » 08 Jul 2007, 21:18

Damit's dann im nächsten Testbericht wieder heißt, "so ein armes BIOS, da kann man ja gar nichts einstellen"? :roll:

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Beitrag von doelf » 08 Jul 2007, 21:30

Genau. Das macht mich immer froh :-)

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